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"Müntes" Farbenlehre: Schwarz ist auch nur ein ganz, ganz dunkles Rot

Ein Hauch von ganz großer Politik wehte gestern Abend durch die Stadthäger Festhalle - umringt von Fotografen und Kamerateams schob sich der Tross um Franz Müntefering in den Saal. Nachdem das Blitzlichtgewitter vorübergezogen war, erhellte der oberste Genosse die Gäste mit seiner ureigenen Farbenlehre.

veröffentlicht am 24.10.2008 um 00:00 Uhr

Das von Friedrich-Wilhelm Lambrechtüberreichte Präsent in knallrotem Karton gefiel "Münte" schon vom Anblick her. "Rot ist die einzig echte Grundfarbe", betonte er. Der Kanzlerin habe er bereits vor einiger Zeit gesagt, dass Schwarz auch "nur ein ganz, ganz dunkles Rot ist". Außerdem lasse er sich dieses Dunkelrot ohnehin nur bei kaufmännischen Bilanzen gefallen. Schwarze Zahlen bedeuteten schließlich mehr Arbeitsplätze. Die Farbe des Senfs im Lambrecht-Präsent ließ Müntefering übrigens unkommentiert. Dafür hatte der Gastredner Interessantes zu 135 Jahren Schaumburger Privat-Brauerei zu erzählen: Die SPD sei sogarzehn Jahre älter. Bei zahlreichen Parallelen gebe es aber einen großen Unterschied zwischen Partei und Brauerei. "In den 135 Jahren gab es fünf Lambrechts. Die SPD hatte in den vergangenen 17 Jahren neun verschiedene Vorsitzende." Mit einem guten Rat verabschiedete sich "Münte": "Vorsicht mit dem Bockbier. Das ist stark. Das hat 6,5 Prozent." Unter tosendem Applaus verabschiedete er sich dann wieder ins Blitzlichtgewitter.




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