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VfL-Fußballer nach Oberliga-Aufstieg zuversichtlich / Spartenvorstand bestätigt / Höhere Eintrittspreise

„Nach 15 Jahren hat sich ein Kreis geschlossen“

Bückeburg (mig). Der Oberliga-Aufstieg der ersten Herrenmannschaft war erwartungsgemäß das alles beherrschende Thema der Jahreshauptversammlung der Fußballabteilung des VfL Bückeburg. „Die erste Herren war herausragend, wie ein Phönix aus der Asche“, freute sich Uwe Völkening, stellvertretender Vorsitzender der Abteilung. Martin Brandt, Präsident des Gesamtvereins: „Nach mehr als 15 Jahren hat sich ein Kreis geschlossen. Ohne die langfristig angelegten Strukturen wäre das nicht möglich gewesen.“

veröffentlicht am 07.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 07:21 Uhr

Auch Ralf Vogt, Vorsitzender der Fußballabteilung, erinnert sich gern an den magischen Moment des Aufstiegs: „Die Feier auf dem Rathausbalkon wird uns unvergesslich bleiben.“ Die Kalkulation für die neue Saison sieht Vogt dagegen wesentlich nüchterner: „Wir werden uns hinsichtlich der mit dem Aufstieg einhergehenden Hoffnung auf höhere Einnahmen nicht blenden lassen.“ Damit der Erfolg keine Eintagsfliege bleibt, will man auch weiterhin mit „großer Nachhaltigkeit solide wirtschaften“ und die Höhe der Ausgaben von den Einnahmen abhängig machen. „Wir werden auch in Zukunft auf die bisherige Mischung der Einnahmen aus Sponsoren- und Spendengeldern, Beiträgen und Eintrittsgeldern vertrauen und versuchen, die Einnahmequellen zu sichern und nach Möglichkeit auszubauen“, versprach Vogt.

Für die nächste Saison bedeutet das konkret eine moderate Erhöhung der Eintrittspreise auf sechs Euro. „Mit diesem Betrag liegen wir weit unter dem Niveau aller anderen Oberligisten“, verteidigte Vogt das Vorhaben. Dass der Verein auf einem gesunden Fundament ruht, bekamen die VfL-er gerade erst vom Niedersächsischen Fußballverband bestätigt. „Der Antrag auf Erteilung der Lizenz wurde innerhalb kürzester Zeit positiv entschieden. Dem VfL wurde als erstem aller Oberligavereine die Lizenz für diese Klasse erteilt“, so Vogt.

Schatzmeister Wolfgang Kumpf ging in seinem anschließenden Rechenschaftsbericht zunächst auf die negative Mitgliederentwicklung ein – von Ende 2007 (524 Mitglieder) bis Ende 2008 (497) schrumpfte der Bestand um 27 Mitglieder. „Ich hoffe, dass der Aufstieg der Ersten Mannschaft und die Fortsetzung der erfolgreichen Jugendarbeit dazu führen wird, das wir Ende 2009 die Marke von 500 Mitgliedern wieder überspringen“, machte Kumpf deutlich. Gestiegen sind im vergangenen Jahr sowohl die Einnahmen (2008: 124 845 Euro, 2007: 116 149), als auch die Ausgaben (2007: 116 327 Euro, 2008: 126 920 Euro). Zurückzuführen vor allem auf die Bereiche Transfereinnahmen und Beiträge (auf Einnahmenseite), sowie auf Mehraufwendungen in den Bereichen Spielbetrieb, Sportkleidung, KFZ- und Fahrtkosten, Marketing und Kapitaldienst.

Präsident Martin Brandt gratuliert dem neuen und alten Vorsitzenden Ralf Vogt. Fotos: mig

Auf Sponsoren angewiesen

„Die von mir für das Gesamtjahr 2008 vorgetragenen Zahlen zeigen, wie schwierig es ist, den Spielbetrieb durch die uns zur Verfügung stehenden Einnahmen zu finanzieren. Hier wird ganz deutlich, dass wir in sehr hohem Maße (rund 53 Prozent) auf Sponsoren und Förderer unseres Vereins angewiesen sind. Bei aller Freude und Euphorie, die der Aufstieg der 1. Mannschaft ausgelöst hat, so ein Aufstieg ist nicht zum Nulltarif zu haben“, mahnte Kumpf. Mit der Erhöhung der Eintrittspreise wolle man versuchen, diese Mehraufwendungen abzufedern.

Trotz der leichten Verteuerung der Eintrittskarten ist die Stimmung gut in der Fußballabteilung. Die Rückkehr ins Oberhaus sorgte für großes Aufsehen und Prestige, allerdings auch für eine Menge Arbeit.

„Die neue Oberliga Niedersachsen stellt sicherlich eine besondere Herausforderung an den VfL im sportlichen, aber auch im organisatorischen Bereich“, betonte der stellvertretende Vorsitzende Uwe Völkening. So wurde ein Kunstrasenplatz gemeinsam mit dem Bückeburger Hockeyclub eingerichtet, die Spieler können so im Winterhalbjahr üben. Ebenfalls neu ist das Amt eines Sicherheitsbeauftragten. Hans Hössler soll unter anderem die Fantrennung, Stadionordner und den Getränkeausschank überwachen.

Und was kann Bückeburg von seiner neuen Oberligamannschaft erwarten? Erfolgs-Trainer Timo Nottebrock: „Wir gehen nach dem Eichhörnchenprinzip vor, wollen in jedem Spiel das Optimale rausholen.“ Die Mannschaft gehe mit großer Vorfreude in die neue Saison: „Die Charaktere der Spieler sind so, dass sie alles geben werden. Wir wollen jede Woche richtig Gas geben.“

Auch Hans-Heinrich Hansen, zuständig für die 1. und 2. Herren, vermeldete eine „gute Stimmung“ und freute sich, dass der „Kader zusammengeblieben“ ist. „Wir haben eine gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern“, so Hansen. Gespeist wird diese zusätzlich durch die herausragende Jugendarbeit des VfL. Uwe Völkening: „Die Erfolge sind Ergebnis der Mannschaft, die Mannschaft ist die Konsequenz einer fundamentalen Jugendarbeit. Der Klassenerhalt ist ein Ziel – aber kein Zwang – die Mannschaft kann und wird befreit aufspielen.“

Die anschließenden Vorstandswahlen brachten keine Änderung – alle 32 Stimmberechtigten setzten auf Kontinuität. Ralf Vogt wurde als Vorsitzender wiedergewählt, sein Stellvertreter bleibt Uwe Völkening.

Die weiteren Posten: Hans Heinrich Hansen (1. und 2. Herren), Gerhard Hävemeier (3. Herren, Alte Herren, Frauen), Werner Heinke und Wolfgang Keusch (Junioren und Juniorinnen), Wolfgang Meier (Schiedsrichter), Hans Hößler (Spielbetrieb, Fußballobmann, Sicherheitsbeauftragter), Wolfgang Kumpf (Schatzmeister, Etatplanung), Reiner Ernst (Events), Norbert Wittrock und Thomas Friedrich (Öffentlichkeitsarbeit/Medien), Erich Schwarze (Marketing, Sponsoring).

Wahlleiter Martin Brandt, Präsident des Gesamtvereins, dankte dem Vorstand für dessen „harte und disziplinierte Arbeit“, zu der auch der „krönende Höhepunkt“ zähle.




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