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Ortsteilbericht aus Bergdorf: Positive Grundstimmung des zurückliegenden Jahres für 2011 mitnehmen

Nach 20 Jahren: Querungshilfe endlich da

Bergdorf (bus). Die Schaumburg-Lippische Landes-Zeitung nimmt den Jahreswechsel zum Anlass, um gemeinsam mit den Bürgermeistern respektive Vorstehern der Bückeburger Ortsteile Rückschau auf 2011 zu halten und einen Ausblick auf die bevorstehenden zwölf Monate zu versuchen. In Bergdorf versieht Ortsvorsteher Gerd Vogel die im Frühjahr am östlichen Ortsrand fertiggestellte Querungshilfe mit der Charakterisierung „lokalpolitisches Ereignis des Jahres“.

veröffentlicht am 14.01.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 20:41 Uhr

„Zwar hat die Fertigstellung durch die Insolvenz des zunächst beauftragten Unternehmens ein wenig länger gedauert als ursprünglich vorgesehen, aber wir haben schließlich auch mehr als 20 Jahre auf die Realisierung dieser verkehrsberuhigenden Maßnahme gewartet“, kommentiert Vogel die Verzögerung mit der Gelassenheit eines erfahrenen Kommunalpolitikers. Auch hätte er sich in Höhe der Einmündung der Straße „Auf dem Siek“ in die Bergdorfer Straße „etwas mehr bremsende Wirkung“ gewünscht. Was aber bautechnisch und finanziell – das Mittelinsel-Bauwerk wurde mit rund 35 000 Euro kalkuliert – nicht machbar gewesen sei. Jetzt hofft Vogel auf ein schnelles Wachstum der neu angepflanzten Bäume. Die Gehölze sollen eine Art Allee-Situation entstehen lassen und durch die Einengung des optischen Profils zusätzliche Bremswirkung hervorrufen.

Die positive Grundstimmung des zurückliegenden Jahres möchte der Ortsvorsteher gern ins Jahr 2012 mitnehmen. „Unser wichtigstes Ziel ist die Sanierung des neben dem Feuerwehrhaus stehenden Schlauchturms“, verrät Vogel. Der Turm wird von großen Teilen der Bergdorfer Bevölkerung als Wahrzeichen betrachtet. Die Pläne für dessen gründliche Überholung bestehen schon seit mehreren Jahren, scheiterten bislang aber an der Bewilligung des benötigten Geldes durch die Stadtpolitiker. Seit den Kommunalwahlen vom September 2011 verfügt der Ortsvorsteher über Sitz und Stimme im städtischen Parlament. Nun sollen „Nägel mit Köpfen“ gemacht werden.

Etwa ein Drittel der auf rund 10 000 Euro geschätzten Kosten soll durch Sponsoren aufgebracht, der Rest aus dem Stadthaushalt beglichen werden. „Bürgermeister Reiner Brombach hat bereits Unterstützung signalisiert und auch bei den Sponsoren zeichnet sich eine ermunternde Entwicklung ab“, berichtet Vogel. Komme hinzu, dass für einen beträchtlichen Teil der Arbeiten Eigenleistungen vorgesehen sind.

Das unterhalb des Harrl liegende Bergdorf im Mai 2011. Das aus einem Kran aufgenommene Bild zeigt einen Teil der Ortschaft aus „halber Vogelperspektive“. Fotos: bus

„Wir werden uns um das Abkratzen des alten Putzes und das Ausgraben am Fuß des Turmes kümmern“, kündigt der Ortsvorsteher an. Anschließend erhält die Außenfassade des Wahrzeichens einen Kunstharz-Strukturputz, dann wird das Dach in Ordnung gebracht und das Fundament vor Feuchtigkeit geschützt.

Überdies stehen die Zeichen nicht schlecht, dass Bergdorf im laufenden Jahr der Verwirklichung eines weiteren lang gehegten Wunsches einen erheblichen Schritt näher kommt. „Östlich der Allensteiner Straße wird womöglich ein Baugebiet ausgewiesen“, interpretiert Vogel Verlautbarungen aus dem städtischen Baufachbereich. Bergdorf hat in den zurückliegenden 25 Jahren rund 100 - die Zahl ging von 807 auf 709 zurück - Einwohner verloren. „Diesen negativen Trend wollen wir stoppen“, gibt der Ortsvorsteher zu Protokoll. Vogel kennt die Daten nicht zuletzt deswegen so genau, weil er am 1. Januar dieses Jahres sein 25. Jubiläum als kommunalpolitisches Oberhaupt des Bückeburger Ortsteiles feiern konnte.

Ebenfalls vor 25 Jahren wurde in der unterhalb des Harrl angesiedelten Gemeinde die hierzulande ausgiebig gepflegte Tradition des Schnatgangs neu belebt. In Bergdorf kommt der Ortsbesichtigung in etwa die Rolle eines Lokal-Parlaments zu, während des Rundgangs werden erörterungswürdige Begebenheiten in Augenschein genommen und allgemein interessierende Themen diskutiert. Anlässlich des Jubiläums (Treffpunkt ist am Sonnabend, 25. Februar, das Feuerwehrhaus) planen die Organisatoren nach Auskunft Vogels „eine oder zwei Besonderheiten“. Eine zusätzliche Möglichkeit zum Gedankenaustausch wird im Mai oder Juni ein rund um das Haus des Ortsvorstehers auf der dann für den Durchgangsverkehr gesperrten „Tiefen Straße“ gefeiertes Straßenfest bieten. Dessen Überschüsse kommen in voller Höhe der Schlauchturm-Sanierung zugute.

Bleibt zum Schluss der Ortsteile-Berichterstattung anzumerken, dass nicht nur Gerd Vogel sondern auch Gerhard Schöttelndreier, Hans-Georg Terner, Andreas Struckmann, Dieter Wilharm-Lohmann, Horst Schwarze, Gerhard Heinrichsmeier und Friedrich Meyer sich überaus anerkennend über die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs geäußert haben. „Auf Gerhard Nass und seine Truppe lassen wir nichts kommen“, lauteten die in etwa übereinstimmenden Kommentare.




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