weather-image
19°
×

Mitte Oktober wird mit dem Bau begonnen / Juni 2007 kann durchgeradelt werden

Nach zehn Jahren: Endlich kommt der Radweg

Hattendorf/Rehren (rnk). Was lange währt, wird hoffentlich auch richtig gut: Mitte Oktober sollen die Bauarbeiten für den neuen Radweg von Hattendorf bis Rehren endlich beginnen.

veröffentlicht am 09.09.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:26 Uhr

Zehn Jahre lang haben Gemeindeverwaltung, Politiker und Bürger auf diesen Tag gewartet. Denn schon 1996 wurde mit den Planungen begonnen. Weit kamen die Planer im Rathaus allerdings nicht, denn die Verkaufsverhandlungen über die für den Radweg notwendigen Grundstücke kamen schnell ins Stocken und dann ganz zum Erliegen: Die Pläne, den Radweg von Rehren aus an der Südseite der Landstraße bis zum "Escher Loch" zu führen, waren damit Makulatur. 1999 wurde mit der Neuplanung begonnen. Sieben Jahre später sind die notwendigen Grundstücke alle gekauft, die Planung wurde jetzt im Bauauschuss vorgestellt. 2,4 Kilometer lang und 2,50 Meter breit wird der Radweg sein. Er wird aus Hattendorf kommend auf der nördlichen Seite bis zum "Bültenbrink" geführt werden, schwenkt dann auf die andere Seite und wird dort bis zur Kreuzung in Rehren führen. Das sei auch grundsätzlich so in Ordnung, meint Bauamtsleiter Friedhelm Liwack, schließlich würde so die Siedlung "Am Horn" für die Radfahrer leichter erreichbar. Und: Die Gemeinde umgeht so den Autobahnanschluss, der bei einem Radweg auf der nördlichen Seite hätte mit überplant werden müssen. DeutlicheÄnderungen gibt es am "Escher Loch". Die Verkehrsinsel, dieser riesige "Tropfen", wie es Liwack nannte, wird komplett überplant und entschärft. Wer aus Richtung Escher bisher nach Hattendorf abbiegen wollte, musste sich weit in den Bereich der Fahrbahn hineinwagen, um einen Überblick über den Verkehr zu erhalten. Das soll nach dem Umbau deutlich besser gehen. Nur ein kleiner "Tropfen", der aber längst nicht so weit an die Landesstraße heranreicht, wird bleiben. Für das Buswartehäuschen ist auf dem "Tropfen" dann kein Platz mehr: Es wird rund 50 Meter in Richtung Hattendorf versetzt. Der Radweg führt dann nördlich der Straße weiter bis zum "Bültenbrink" und dort über die Verkehrsinsel hinweg. 100 Meter weiter in Richtung Rehren schwenkt er dann auf die Südseite. Auch dort wird das Buswartehäuschen einen neuen Platz erhalten. Rund 462 000 Euro wird die gesamte Baumaßnahme kosten, von denen die Gemeinde 100 000 Euroübernimmt. Den Rest trägt das Land. Einen zeitlichen Fahrplan gibt es auch: Vier bis fünf Monate wird gebaut, in dieser Zeit werde der Verkehr mit Behinderungen rechnen müssen, sagte Liwack. Bei den großen Maßnahmen am "Escher Loch" und "Bültenbrink" wird wahrscheinlich für einige Zeit ganz gesperrt werden. Und da die Gemeinde nicht auf einen milden und kurzen Winter setzt, ist Liwack recht vorsichtig mit seiner Prognose, wann der erste Radler von Hattendorf bis Rehren durchradeln kann: "Im Juni nächsten Jahres", schätzt der Bauamtsleiter, wird es soweit sein.

Deutlich sichtbar: Der "Tropfen" am "Escher Loch" wird kleiner.



Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige