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Fürst tauft Nachzucht der Pferderasse der „Bückeburger“ der Fürstlichen Hofreitschule

Nach zu viel Fürsten-Sekt wird „Celeste“ bockig

Bückeburg (rc). Fürst Alexander hat den ersten „Bückeburger“ auf den Namen „Celeste“, der Himmlische, getauft. Stilecht goß der Fürst Fürst-Schaumburg-Sekt über den Rücken des drei Monate alten Fohlens, obwohl die Hofbereiter um Christin und Wolfgang Krischke extra einen Krug mit Schlossgraft-Wasser für die Taufe bereitgestellt hatten. „Ich taufe dich auf den Namen Celeste“, sprach Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe die Taufformel und unterschrieb anschließend die Taufurkunde.

veröffentlicht am 20.08.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 04:41 Uhr

Fürst Alexander tauft den „Himmlischen“ stilecht mit

Dem goldfarbenen Fohlen gefiel die Prozedur zunächst ganz gut. Erst als der Fürst für die Fotografen noch einmal zur Taufe schreiten musste und erneut Sekt vergoss, wurde er etwas bockig, ließ sich aber dadurch beruhigen, dass das Schlossgraftwasser endlich Verwendung fand und das Fell nicht mehr klebte. Dann ging’s zur Mutter an die Milch. Geübt hatte der Kleine die Taufe schon am Morgen, als er beim Waschen seiner Mutter den einen oder anderen Wasserstrahl abgekommen hatte, wie die Direktorin der Hofreitschule, Christin Krischke, verriet.

Mit „Celeste“ hat die Fürstliche Hofreitschule die alte Pferderasse der Bückeburger wiederbelebt, die mit Beginn des 17. Jahrhunderts am Fürstenhof gezüchtet wurde. Mehr als 100 Jahre gab es keine Bückeburger mehr – bis jetzt die Hofreitschule kam, alte Traditionen und Züchtungen erforschte und wiederbelebte. „Die Hofreiter sind quasi Archäologen, Kulturpfleger, die Vergessenes wieder zum Leben erwecken, die zudem ohne staatliche Unterstützung etwas Einzigartiges auf der Welt auf die Beine gestellt haben“, freute sich der Fürst. Die Freude bei ihm sei groß gewesen, als er von der Nachricht der Geburt des Fohlens gehört habe, so der Fürst weiter: „Aber nicht so groß wie beim eigenen Nachwuchs.“ Bei der Hofreitschule wisse er das Pferd in guten Händen. „Das Fohlen hat die Chance, ein großes Pferd der Hofreitschule zu werden.“

Dass Celeste nicht der letzte Bückeburger sein wird, ist bereits jetzt klar. Seine Mutter, die 22-jährige Tunesierstute Jaouka, ist bereits wieder trächtig – vom Vater Celestes, dem Lusitano-Hengst Odeceixe.

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