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Landrat bei Freisprechung: Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften wird steigen

Nachwuchs für das Rückgrat

BÜCKEBURG. „Ich bin sicher, dass Ihnen bald bewusst sein wird, dass Sie nun über ein sicheres Fundament für ein erfolgreiches Berufsleben verfügen“, hat Landrat Jörg Farr bei der im großen Saal des Bückeburger Rathauses organisierten Sommer-Freisprechung der Kreishandwerkerschaft Schaumburg gegenüber den neuen Gesellen zu verstehen gegeben. Die Freisprechung stelle den Höhepunkt der Ausbildungszeit dar und sei ein Zeichen der Anerkennung sowohl für Einsatz und Leistungen als auch für das Durchhaltevermögen während der Lehrjahre.

veröffentlicht am 10.08.2018 um 15:30 Uhr
aktualisiert am 10.08.2018 um 17:40 Uhr

Kreishandwerksmeister Dieter Ahrens (von links), die drei ausgezeichneten jungen Gesellen Robin Helbig, Matthias Straube und Christian Becker sowie Jörg Farr und Kreislehrlingswart Walter Hardekopf. Foto: bus
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Autor

Herbert Busch Reporter
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Farr bezeichnete die Gesellenbriefe als „ganz wichtige Meilensteine“ im Leben der Junghandwerker. Mit ihren Berufen im Handwerk hätten sie eine gute Wahl getroffen. „Davon bin ich fest überzeugt“, betonte der Festredner. In kaum einem anderen Berufsstand lägen Tradition und technischer Fortschritt so nahe beieinander wie im Handwerk. Woraus sich gute und nachhaltige Chancen entwickelten.

Der Landrat erinnerte daran, dass das Handwerk mit rund 1800 Betrieben, etwa 10 000 Arbeitsplätzen und zirka 700 Ausbildungsplätzen das Rückgrat der Schaumburger Wirtschaft ist. Angesichts rasanter Entwicklungen in der Informationstechnologie, vollkommen neuer Werkstoffe und innovativer Maschinentechnik gelte es indes, den Begriff „Lebenslanges Lernen“ nicht aus den Augen zu verlieren. Gerade auch Handwerksbetriebe unterlägen einem stetigen Wandel. „Aber“, hob Farr hervor, „die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften wird steigen.“

Zudem stiegen die Chancen, bei passender Qualifikation und passendem Arbeitseinsatz einmal einen Betrieb zu übernehmen, erklärte der Festredner. „In dieser Hinsicht haben Sie jetzt eine hervorragende Startposition erreicht.“ Was nicht zuletzt auch ein Verdienst der Ausbildungsbetriebe sei. Er freue sich, dass in Schaumburg die Zusammenarbeit von Kreishandwerkerschaft, Betrieben, Schulen und Landkreis gut klappe, legte Farr dar. Gelebte Partnerschaften bestünden bei vielen gemeinsamen Themen – etwa bei der Vorbereitung junger Menschen auf das Berufs- und Arbeitsleben.

Festredner Jörg Farr. Foto: bus
  • Festredner Jörg Farr. Foto: bus

Drei dieser jungen Menschen hatten im Verlauf der Freisprechungsfeier besonderen Grund zur Freude. Die Metallbauer, Fachrichtung Konstruktionstechnik, Robin Helbig und Matthias Straube (beide Ausbildungsbetrieb Metallbau Stehr, Obernkirchen) sowie der Feinmechaniker, Fachrichtung Maschinenbau, Christian Becker (Sander Maschinenbau, Rinteln) erhielten vom Landkreis eine Prämie für außergewöhnlich gute Noten. Das Trio erreichte im praktischen Teil der Prüfungen jeweils die Note „sehr gut“ und in der Theorie jeweils ein „gut“.Seite 12/13




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