weather-image
12°
×

Treppenhaus der Grundschule Nienstädt wird umgebaut / Umrüstung auf LED-Beleuchtung

Nächster Schritt zur Barrierefreiheit

Nienstädt. Die Handwerker haben bereits in den Startlöchern gestanden: Als die Kinder der Grundschule Nienstädt gestern das Gebäude in die Ferien verließen, machten sie quasi den Platz frei. Denn die sechs schulfreien Wochen werden gerne genutzt, um größere Sanierungen und Umbauarbeiten zu erledigen.

veröffentlicht am 22.07.2015 um 15:34 Uhr
aktualisiert am 22.07.2015 um 20:37 Uhr

In der Grundschule Nienstädt stehen in diesem Jahr weitere Baumaßnahmen an, die auch im Zusammenhang mit dem Thema Inklusion eine wichtige Rolle spielen. Rund 47 000 Euro investiert die Samtgemeinde in den Umbau des Treppenhauses der Grundschule, teilt Sandra Wiechmann, Allgemeine Vertreterin des Samtgemeindebürgermeisters, mit. Im vergangenen Jahr waren bereits die sanitären Anlagen barrierefrei umgebaut worden.

Das Treppenhaus wird in zwei Phasen verändert. In diesen Ferien ist der Bereich vom Keller bis zum Erdgeschoss inklusive Flur an der Reihe. Die Treppe ins erste Stockwerk folgt in den nächsten großen Ferien, sagt Schulleiter Helmut Quander. Die Waschbetonplatten sollen entfernt und durch Asphaltbeton mit PVC-Belag ersetzt werden. „Damit soll die Unfallgefahr minimiert werden“, erklärt Quander. An den Waschbetonplatten würde man mit manchen Sohlen schnell hängen bleiben und stürzen. Das soll sich nun ändern. Die Oberfläche werde ebener, außerdem sollen die Stufen optisch besser erkennbar sein, was auch den sehbehinderten Kindern entgegenkommt.

An einen Fahrstuhl, um auch Rollstuhlfahrern freien Zugang zu allen Ebenen zu ermöglichen, ist nach Angaben von Wiechmann noch nicht zu denken. Da käme die Samtgemeinde schnell auf 200 000 Euro. Am Seggebrucher Schulgebäude stehen in diesen Ferien keine Arbeiten an. Inklusionsstandort ist ohnehin die Nienstädter Schule.

Über das Treppenhaus hinaus sollen die Lichtverhältnisse in den Klassenräumen verbessert werden. Fast 50 000 Euro kostet die Umrüstung auf LED-Technik. 30 Prozent davon werden durch Zuschüsse vom Projektträger „Jülich“ finanziert. Das ist ein Klimaschutz-Programm des Bundesministeriums für Umwelt und Naturschutz. Die Samtgemeinde möchte auf diese Weise bessere Sichtverhältnisse schaffen und zugleich Energieeinsparungen erzielen.

Quander: „Was die Barrierefreiheit betrifft, ist die Schule mittlerweile ganz gut aufgestellt.“ Im kommenden Schuljahr rechnet die Leitung mit 13 Inklusionskindern mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten aus den Bereichen Körper, Motorik (drei Kinder), Sehen (ein Kind), Hören (drei), Lernen (drei) und Sozialverhalten (drei). Im Vergleich zu den Vorjahren sei dies ein leichter Anstieg.kil




Anzeige
Anzeige