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Aber Enten freuen sich: Überschwemmungen am neuen Sportplatz / Drainage zu klein dimensioniert?

Nasse Füße nicht ausgeschlossen

Lauenau. Das Hochwasser zu Beginn dieser Woche hat im Flecken einen Schwachpunkt erneut zutage treten lassen: Das Sportgelände wurde fast komplett überflutet. Die Sportler müssen den Schaden nun beheben und wohl auch künftig mit derartigen Ärgernissen leben.

veröffentlicht am 31.05.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:42 Uhr

Mitglieder des SV Victoria Lauenau monieren, dass zwar viel in den Sportpark Lauenau investiert wurde – sanierte Tennisplätze, eine neue Skaterrampe und ein neuer Sportplatz –, doch am Hochwasserschutz hapere es weiterhin. Rund 500 000 Euro seien in den Sportpark „geflossen“. Doch die Entwässerung sei mit nur 150 Millimeter dicken Leitungen für das fast fünf Hektar große Gelände unterdimensioniert. Anstatt in publikumswirksame Projekte wie die Skaterrampe zu investieren, gelte es, Geld in die Drainage zu stecken.

Samtgemeindebürgermeister Uwe Heilmann geht davon aus, dass die Drainage auch des neuen Sportplatzes korrekt angelegt worden ist. Zwar habe die Samtgemeinde nicht die Bauaufsicht geführt, doch es gebe keinen Anlass, an der Ordnungsmäßigkeit zu zweifeln. Es gebe auch einen Vorfluter, der aber für Regenmengen wie jüngst nicht ausgelegt sei.

Das Problem ist laut Heilmann, dass der neue Sportplatz in einem Überschwemmungsgebiet liegt. Ackerland, das als Retentionsfläche für Wasser gedient habe, sei in ein Sportgelände umgewandelt worden. Dafür habe der Landkreis eine Ausnahmegenehmigung mit einer Auflage erteilt: Die Höhenverhältnisse durften nicht geändert werden. Täte man dies, müsste sich das Wasser an neuen Stellen sammeln, und dann stünden anstelle des Sportplatzes möglicherweise Gebäude unter Wasser.

„Wir können die Naturereignisse nicht aufhalten“, so Heilmann. Es sei bedauerlich, dass den Mitgliedern des Vereins nun zusätzliche Mühen entstehen. Besonders die Tennis-Abteilung trifft es hart: Die Ascheplätze sind seit Tagen nicht zu gebrauchen, und das mitten in der Freiluftsaison.

Dass Überschwemmungen nicht allerorts zu vermeiden sind, obwohl die Samtgemeinde enorm in Hochwasserschutz investiert, macht Heilmann noch an einem anderen Beispiel fest. Die Anwohner der Straße Am Riesbach in Apelern hatten unlängst gefordert, dass mehr unternommen wird, um sie vor Hochwasser zu bewahren. Heilmann betont, dass dafür 500 000 Euro zu investieren wären. Dies könne niemand vor dem Steuerzahler verantworten. Die Samtgemeinde helfe indes gern beim Beseitigen der Hochwasserschäden.gus




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