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Ortsrat erörtert Unterhaltung von Gräben und Dükern: „Ausschleudern nochmals überdenken“

Neidischer Blick von Rusbend nach Nienstädt

Rusbend (bus). Der Zustand und die Unterhaltung von Gräben und Dükern haben erneut auf der lokalpolitischen Tagesordnung in Rusbend gestanden. Das Thema kam sowohl im Rahmen einer Ortsbegehung als auch während der jüngsten Ortsratssitzung zur Sprache. „Wir haben alle kritischen Punkte noch einmal unter die Lupe genommen“ gaben Ortsbürgermeister Andreas Struckmann und Baubereichsleiter Jörg Klostermann im Verlauf der gut besuchten Zusammenkunft zu verstehen.

veröffentlicht am 14.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 19:21 Uhr

Der Thematik kam nicht zuletzt wegen der heftigen August-Regenfälle eine besondere Bedeutung zu. Rusbend, und hier speziell der Bereich Rubenkamp/Kleine Wiese, zählt bei Hochwasserereignissen stets zu den am heftigsten betroffenen Gebieten. Als problematisch erweisen sich im Bückeburger Norden die unterschiedlichen Zuständigkeiten, mit denen der Abtransport der Wassermassen geregelt wird. „Bei den von uns betreuten Gräben findet eine regelmäßige Räumung statt“, unterstrich Klostermann. Struckmann attestierte den am Mittellandkanal befindlichen Dükern einen tadellosen Zustand. „Die werden vom Wasser- und Schifffahrtsamt gut überwacht.“

Auf Ortsratmitglied Heinrich Öttking („insgesamt in Ordnung“) machte die allgemeine Situation einen akzeptablen Eindruck. Er werde allerdings „neidisch, wenn ich nach Nienstädt blicke“. In der Nachbargemeinde würden die Gräben ausgeschleudert, was nach seinem Eindruck eine sehr effektive Methode der Räumung darstelle. Klostermann verwies darauf, dass das Ausschleudern in Bückeburg „aus ökologischen Gründen nur eingeschränkt“ Anwendung finde. Struckmann sprach sich dafür aus, „das mit dem Ausschleudern nochmals zu überdenken“. Zudem kündigte der Ortsbürgermeister einen weiteren Ortstermin unter Beteiligung eines Vertreters der (für die Kreisstraßengräben zuständigen) Straßenmeisterei an.

Ebenfalls um „Unterhaltung“ ging es im sechsten Tagesordnungspunkt der Sitzung. Hier stand keine Vertiefung, sondern eine Erhöhung im Mittelpunkt der Erörterung – der Grüngürtel entlang des Gewerbegebietes am Rusbender Hafen. Auf dem Wall hat der Bewuchs in den zurückliegenden Jahren mächtig an Höhe gewonnen. „Die Bäume wachsen auf Privatgrundstücke über“, schilderte Struckmann die aktuelle Lage. „Irgendwann muss das Thema mal erledigt werden.“ Der Ortsbürgermeister erinnerte daran, dass der Ortsrat vor der Errichtung des Walls die Schaffung eines Pflegeweges gefordert hatte. „Den haben wir aber nicht bekommen.“ Klostermann nannte den Grundstückseigentümer und die Stadt, respektive den Bauhof, als Unterhaltungspflichtige. Er wolle sich um die Erledigung des Problems kümmern, die großen Bäume sollen entfernt werden.




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