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Bilanzen bereits testiert - Vorstand hält Antrag auf außerordentliche Hauptversammlung für unbegründet

Neschen AG will alle rechtlichen Mittel ausschöpfen

Bückeburg (rc). Die Neschen AG hält den Antrag auf Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung für unbegründet und will sich daher mit allen zur Verfügung stehenden rechtlichen Mitteln dagegen zur Wehr setzen: "Um Kosten zu sparen und Schaden von dem Unternehmen fern zu halten." Das teilte der Vorstand der Neschen AG gestern in einer Presseerklärung mit.

veröffentlicht am 27.02.2009 um 07:01 Uhr

Er reagierte damit auf einen Antrag eines ihres Großaktionäre, der Vermögensverwaltung Erben Dr. Karl Goldschmidt GmbH in Essen (VVG). Der Geschäftsführer der VVG, Albert-Frederick Freiherr von Dörnberg, hatte bereits Mitte Juni die Einberufung einer außerordentlichen Hauptversammlung (aoHV) und die Berufung eines Sonderprüfers beantragt (wir berichteten). Insbesondere die Jahresabschlüsse 2003 bis 2005 sollten erneut geprüft werden: im Sinne des Aktionärsschutzes und der rückhaltlosen Aufklärung. Ein Ansinnen, das seitens der Neschen AG zurückgewiesen wird. "Bestimmte" Bilanzpositionen seien bereits festgestellt und uneingeschränkt testiert worden: "Auf die Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens haben diese Positionen nach Auffassung des Vorstandes keinerlei Einfluss." Der Vorstand sehe keine Veranlassung, die seinerzeit richtig aufgestellten Jahresabschlüsse und insbesondere die betreffenden Bilanzansätze in Frage zu stellen, so Vorstandssprecher Stefan Zinn. Die Sonderprüfung solle offensichtlich nur dazu dienen, der VVG bestimmte Erkenntnisse zu verschaffen, die sie in einem privaten Rechtsstreit mit einem anderen Aktionär verwenden möchte. Wie in der Pressemitteilung weiter ausgeführt wird, ist die Neschen AG der Auffassung, dass der Antrag auf Sonderprüfung bereits auf der ordentlichen Hauptversammlung am 21. Juni hätte gestellt werden können, auch unter der Beachtung gesetzlicher Fristen. Neschen halte den Antrag schon deshalb für unbegründet, da die nachgefragten bilanziellen Sachverhalte einer aktienrechtlichen Sonderprüfung nicht zugänglich und die übrigen Nachfragen bereits umfassend beantwortet worden seien. Und, eine Spitze gegen die VVG: Die in Frage stehenden Bilanzen seien unter Mitwirkung des damaligen VVG-Geschäftsführers Dr. Henning Sulitze festgestellt worden. Auch dem neuen Geschäftsführer seien wiederholt Gespräche angeboten und zugesagt worden, die begehrten Auskünfte im Rahmen des rechtlich Zulässigen außerhalb eines förmlichen Verfahrens zu erteilen. Das Begehren der VVG habe auf dieübrigen Aktionäre sowie Kunden, Lieferanten und Mitarbeiter keinerlei Auswirkungen, versichert das Unternehmen.




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