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Umsatz sinkt, Ergebnis steigt – Konzern spürt im ersten Quartal die positiven Auswirkungen des Sparpakets

Neschen: Entlassungen und Einsparungen bringen es

Bückeburg (rc). Die Senkung der Personal- und Sachkosten im Jahr 2009 hat positive Auswirkungen auf das Ergebnis von Neschen für das erste Quartal. Zwar sank der Umsatz um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, aber dennoch hat sich die Ergebnissituation deutlich verbessert: Statt eines EBIT, dem Ergebnis vor Steuern und Zinsen, von minus 900 000 Euro im ersten Quartal 2009 konnte im ersten Quartal 2010 ein positives EBIT von 700 000 Euro erzielt werden. Das geht aus der Zwischenmitteilung hervor.

veröffentlicht am 11.05.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 16:21 Uhr

Zum Umsatz führt Neschen aus, dass er im ersten Quartal 24,6 Millionen Euro betragen hat, rund fünf Prozent unter dem Vorjahresniveau. Bereinigt um den verkauften Archiv-Center Bereich, beträgt der Umsatzrückgang nur drei Prozent. Im Geschäftsfeld Graphics, mit dem Neschen annähernd 90 Prozent seines Umsatzes erzielt, entwickelten sich die Absätze je nach Produkt und Region sehr unterschiedlich. Deutschland, Großbritannien und Spanien liegen deutlich hinter 2009, USA, Frankreich und Tschechien dagegen darüber: „Insgesamt bleibt festzustellen, dass sich in den meisten Ländern die Nachfrage auf niedrigem Niveau stabilisiert, die Branche deutlich zuversichtlicher in die Zukunft blickt und die Anfragen sowohl nach Maschinen als auch nach Verbrauchsmaterialien zunehmen.“

Nur noch 447 arbeiten für Neschen weltweit

Zum Ertrag führt Neschen aus, dass im ersten Quartal nahezu ein ausgeglichenes Ergebnis erzielt werden konnte. Das Ergebnis nach Steuern liegt mit einem Minus von 200 000 Euro im Bereich der Planungen, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von 2,7 Millionen Euro verkraftet werden musste. Diese deutliche Verbesserung des Ergebnisses sei auf die Reduzierung der Personal- und Sachkosten sowie der Verminderung der Zinsaufwendungen zurückzuführen. So wurden 2009 in allen größeren Landesgesellschaften Personal abgebaut, Lohn- und Gehalt gekürzt, die Zusammenlegung von kleineren Standorten vorangetrieben sowie die Sachaufwendungen wie beispielsweise Marketingaufwendungen, Reise- und Beratungskosten reduziert. Sämtliche Einsparungen wurden 2009 beschlossen, umgesetzt und führen im laufenden Geschäftsjahr zu einer deutlichen Entlastung.

Der Personalstand der Gesellschaft hat sich von 545 Mitarbeitern (31. März 2009) auf 447 Mitarbeiter (31. März 2010) reduziert. Vom Abbau entfallen 33 Mitarbeiter auf den Bereich der Archivcentertätigkeiten, der veräußert wurde.

In der Summe haben die Einsparungen zusätzlich zu den bereits 2009 realisierten Einsparungen im ersten Quartal zu weiteren Einsparungen in Höhe von 1,7 Millionen Euro geführt. Davon entfallen 900 000 Euro auf Personal- und 800 000 Euro auf Sachaufwendungen. Die Zinsbelastung von Neschen hat sich durch den Kreditverzicht des Hauptgläubigers auf 800 000 Euro reduziert, im Vorjahr waren es noch 1,7 Millionen Zinsen, die Neschen für seine Kredite zu zahlen hatte.

Zum Ausblick für das laufende Jahr schreibt der Konzern, dass durch die neue Kostenstruktur 17 Millionen Euro eingespart werden können: sechs Millionen beim Personal, sieben Millionen bei den Sachaufwendungen und vier Millionen für Zinsen. „Damit ist die Gesellschaft in die Lage versetzt worden, bei einer Umsatzgrößenordnung von etwa 100 Millionen Euro positive Ergebnisse zu erzielen.“

Neschen geht davon aus, dass das laufende Geschäftsjahr in wichtigen Absatzmärkten und Produktbereichen noch von einer Nachfrageschwäche gekennzeichnet sein wird. Daher werde 2010 trotz einer Vielzahl neuer Kunden und der Markteinführung neuer Produkte kein Umsatzwachstum zu erwarten sein. Die Kostenreduzierungen würden bei konstantem Umsatzverlauf zu einem positiven operativen Ergebnis führen und damit zu einer maßgeblichen Verbesserung gegenüber 2009. Ab 2011 erwartet Neschen positive Jahresergebnisse.




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