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Feuerwehren in Ahe, Engern und Steinbergen rücken gemeinsam aus

Neu gebildeter Einsatzzug macht Feuerwehr attraktiver

Ahe. Im vergangenen Jahr verbuchte die Ortsfeuerwehr Ahe bei 51 Diensten, Einsätzen, Jubiläumsveranstaltungen 1142 Stunden im unentgeltlichen ehrenamtlichen Dienst. Dabei machen die „echten“ Feuerwehreinsätze den kleineren Anteil aus. Aber die werden zunehmen, prophezeite Stadtbrandmeister zur Jahreshauptversammlung der kleinen aber rührigen Ortsfeuerwehr an der Weser.

veröffentlicht am 11.02.2016 um 11:44 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:29 Uhr

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„Ich bin sicher, in diesem Jahr wird’s das Doppelte“, konkretisierte der Stadtbrandmeister seine Vorhersage. Den Grund für seine Gewissheit nannte Garbe in einem Atemzuge mit: den sogenannten SEK-A-Zug, der im vorigen Jahr als Ergebnis der Neuorganisation der 18 Rintelner Ortsfeuerwehren formiert wurde. Erklärung: Das noch ungewohnte Kürzel steht für die Ortsfeuerwehren Steinbergen, Engern und Ahe, auf die sich künftig Einsätze und Auslastung gleichmäßiger verteilen sollen. Aber „die angesetzten Übungsdienste (im Zusammenhang mit dem Zuge) sind für alle Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden gedacht“, forderte Ahes Ortsbrandmeister Rainer Möller zum Engagement seiner Einsatzabteilung in der neuen Formation auf.

Eingesetzt werden solle der Zug auch im Bereich der Rintelner Nordstadt unterhalb der Weserberge. Möller erklärte genauer weiter, bei einem etwaigen Ernstfall in der Flüchtlingsunterkunft in der ehemaligen Prince Rupert School werde der SEK-A-Zug mit der Ortsfeuerwehr Rinteln eingesetzt.

Auch wenn sich die Einsätze für Ahes Feuerwehr im Jahr 2015 in Grenzen gehalten haben und in der Mehrzahl unspektakulär waren, gab es dennoch die Ausnahme, die starke Nerven brauchte, sprach Ulrich Kipp, Leiter des Ordnungsamtes, einen ganz speziellen Einsatz an. „Ihr habt ja im letzten Jahr keinen Großeinsatz gehabt, dafür aber die Bergung einer Wasserleiche...“ Aber, wo Schatten ist, da ist auch Licht machte Ortsbrandmeister Möller deutlich. Denn die Ortsfeuerwehr Ahe hatte im Berichtsjahr ihr 80-jähriges Bestehen gefeiert „unter sehr guter Beteiligung der Nachbarwehren und der Einwohner“. Darüber hinaus habe auch das Osterfeuer die Verbundenheit der Menschen im Dorf gezeigt. Allerdings erfordere die Altersstruktur in der Einsatzabteilung Initiativen wie aktive Werbung, um neue Kräfte zu gewinnen. Zum Glück habe der neue SEK-A-Zug die Attraktivität der Ortsfeuerwehr Ahe (aktuell mit 18 Aktiven, davon fünf weibliche) deutlich gesteigert.

Das Beispiel dafür, dass Feuerwehr auch für Frauen attraktiv ist, konnte Möller umgehend präsentieren im Zuge der Beförderungen des Abends. Caroline König avancierte dabei von der Feuerwehranwärterin zur Feuerwehrfrau. Und bereits im Vorfeld, noch als Mitglied der Jugendfeuerwehr Ahe, hatte sie mit dem Erwerb der Jugendflamme II (höchst mögliche Auszeichnung der Jugendfeuerwehren) ihre hohe Motivation bewiesen. Und nicht nur das, erläuterte Rainer Möller nebenbei, Caroline König habe sogar den Truppmann-1-Lehrgang (Qualifizierung für den Dienst in der Einsatzabteilung „als Beste bestanden“. Die zweite Beförderungen war die für Stefan Wolff (zum Oberlöschmeister), der darüber hinaus den internen Titel Feuerwehrmann des Jahres, verdient bei 43 Diensten und in 125 Stunden, einheimste. Bei den Wahlen zum Kommando trat Jörg Plenert nach als neuer Gruppenführer an die Stelle von Hendrik Olminski. Und Wiederwahl hieß es für Frank Schäfer als Atemschutzgerätewart sowie für Reinhard Röske als Sicherheitsbeauftragter.




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