weather-image
20°
×

Kauf des Grundstücks an der Hauptstraße 13 kurz vor Abschluss

Neubau statt Umbau

Apelern. Für die Entwicklung des Apelerner Ortskerns möchten Gemeinde und Politiker richtig tief in die Tasche greifen. Der erste große Schritt ist der Kauf des Geländes an der Hauptstraße 13 (wir berichteten), das in erster Linie die Ansiedlung eines neuen Arztes ermöglichen soll. Der Rat hatte Ende vergangenen Jahres den Ankauf beschlossen, inzwischen hat der Verwaltungsausschuss sein endgültiges Okay für das Abschließen eines Kaufvertrags gegeben, berichtete Gemeindedirektor Sven Janisch auf Anfrage dieser Zeitung. Die Verhandlungen mit den Eigentümern liegen aktuell in den letzten Zügen.

veröffentlicht am 09.02.2016 um 15:58 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 10:34 Uhr

Das Grundstück hat eine Fläche von rund 2100 Quadratmetern. Aktuell besteht das Gelände aus einem Wohnhaus und einer benachbarten Scheune, das Haupthaus ist derzeit noch bewohnt – allerdings nicht von den Eigentümern selbst. Die Erben der früheren Eigentümer wohnten überhaupt nicht in dieser Gegend „und möchten das Gebäude nun gerne einer sinnigen Nutzung zuführen“, so Janisch.

Für den Ankauf sind 160 000 Euro in den Haushalt 2016 eingestellt worden, wie viel die Gemeinde davon ausgeben wird, wird sich noch zeigen. Damit wird es aber nicht getan sein. Denn die Objekte weisen einen großen „Stau bei der Bauunterhaltung“ auf, „da wäre zu viel zu machen“. Aus diesem Grund sei das einzig Sinnvolle, die Bestandsgebäude komplett abzureißen und dann neu zu bauen. Dafür ist im aktuellen Haushalt aber kein weiteres Geld eingestellt. „Es ist daher gut möglich, dass wir alles Weitere erst 2017 angehen“, nicht zuletzt deswegen, da das Projekt dann in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen und finanziell gefördert werden könne.

Die Ausrichtung auf eine Arztpraxis soll in der Planung des neuen Gebäudes in jedem Fall Priorität haben. Denn die Sorge, dass Apelern eines Tages ohne Allgemeinmediziner dastehen könnte, beschäftigt die Politik schon seit Langem. Darüber hinaus soll das entstehende Objekt noch weitere Nutzungsmöglichkeiten bieten. Welche, ist allerdings noch offen. Mietwohnungen oder Büros kämen ebenso infrage wie die Ansiedlung eines Dienstleisters, Einzelhändlers oder sogar eines Cafés, meint Janisch. In der Gestaltung des Gebäudes sei man schließlich flexibel.

Zu diesem Zweck möchten Politiker und Gemeinde den Apelernern direkt auf den Zahn fühlen und die Bürger fragen, was diese für Vorstellungen haben, und herausfinden, was ihnen selbst im Ort noch fehlt.

Die Hauptstraße 13 bildet einen Teil der Großprojekte, die sich Apelern für 2016 vorgenommen hat. Insgesamt eine Million Euro sind im aktuellen Haushalt für Investitionen verplant. Dazu muss die Gemeinde auch stark an ihre Rücklagen gehen. Unter anderem stehen Umbauarbeiten entlang der L 454 in Reinsdorf bevor – 290 000 Euro sind dafür bereitgestellt – sowie die Sanierung der Bückebergstraße (100 000 Euro).kle




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige