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Löschgruppe Kleinenbremen bekommt funkelnagelneues Fahrzeug im Wert von 240 000 Euro

Neue Aufgabe: Ausrücken zur Autobahn

Kleinenbremen (ly). Bis vor Kurzem hatte die Feuerwehr Kleinenbremen das mit 30 Jahren älteste Fahrzeug aller 14 Portaner Löschgruppen. Jetzt hat sie das modernste Auto, ein nagelneues LF 10/6 für 240 000 Euro. Das Geld scheint gut angelegt zu sein.

veröffentlicht am 02.02.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 03:41 Uhr

„Von der hauptamtlichen Wache in Hausberge sind wir am weitesten entfernt“, erklärt Löschgruppenführer Kai Lichte. „Das heißt, wir sind zuerst vor Ort und etwa eine Viertelstunde auf uns allein gestellt. Deshalb ist ein voll ausgestattetes Löschgruppenfahrzeug so wichtig.“

Genau darum geht es: Bei freiwilligen Feuerwehren ist das Löschgruppenfahrzeug 10/6 besonders beliebt, weil es für den sogenannten Erstangriff genutzt werden kann, bevor die hauptamtliche Wehr mit schweren Einsatzfahrzeugen anrückt. Mit der Inbetriebnahme verbunden ist eine neue Aufgabe: Ausrückebereich der Löschgruppe Kleinenbremen wird demnächst auch die Autobahn sein.

„Das neue Fahrzeug bietet für den Angriffstrupp die Möglichkeit, sich während der Fahrt mit Atemschutz auszurüsten, Schere, Spreizer und weitere Geräte für die technische Hilfeleistung wie bei Verkehrsunfällen mitzunehmen“, so der stellvertretende Portaner Bürgermeister Karl-Erich Schmeding, der Kai Lichte kürzlich die Schlüssel für den 15-Tonner übergeben hat.

Platz finden neuerdings neun Feuerwehrleute, eine Gruppe also. Im alten TLF 24 waren es nur sechs Personen, ebenfalls mit Ausrüstung und Geräten.

Das geländefähige LF 10/6 (Allrad, 240 PS, zulässiges Gesamtgewicht 15 Tonnen) hat eine eingebaute Pumpe, die pro Minute 2400 Liter Wasser fördern kann, ein Lüftungsgerät und einen 1200-Liter-Wassertank. Es führt außerdem 120 Liter Schaummittel mit.

Auf dem Dach ist eine Mehrzweckleiter angebracht. Der Lichtmasten, etwa zur Ausleuchtung von Unfallstellen, sowie Schere und Spreizer werden über ein eingebautes Stromaggregat gesteuert, das auf Knopfdruck funktioniert – alles vom Feinsten. Und alles in guten Händen: „Jeder Feuerwehrmann absolviert längst eine hervorragende technische Ausbildung“, wie Karl-Erich Schmeding betont.

„Freiwillige Feuerwehren sind das Rückgrat jeglicher Brandbekämpfung“, fügt der Bürgermeister-Vize hinzu und stimmt ein Loblied an: Jede einzelne Feuerwehrfrau und jeder Wehrmann hätten den Dienst an der Allgemeinheit freiwillig auf sich genommen, „ein beispielhaftes Maß an Bürgersinn“. Dabei seien die Einsätze häufig mit erheblichen Gefahren verbunden, Leib und Leben würden riskiert.

„Feuerwehrdienst ist wie kaum ein anderer Dienst an der öffentlichen Sache, an Gemeinde und Gemeinschaft, am Nachbarn und am Nächsten“, lobte Schmeding die freiwilligen Brandschützer.




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