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Zwei innenstadtnahe Flächen am Schlossbach werden ausgewiesen, das Falkingsviertel erweitert

Neue Baugebiete: Bauamt erhält grünes Licht

Bückeburg (rc). Das Bauamt hat sich von der Politik das Okay geholt, die Ausweisung von Baugebieten zu forcieren, um die weiterhin vorhandene Nachfrage insbesondere nach innenstadtnahen Grundstücken befriedigen zu können. Bau- und Planungsausschuss erhoben keinen Widerspruch, dass am Schlossbach und am Schießhof im Bereich der Masch- und Dammstraße zwei kleinere Baugebiete ausgewiesen werden sowie die Erweiterung des Falkingsviertels in östliche Richtung in Angriff genommen wird. Auch das Baugebiet „Auf der Höhe“ in Petzen soll erweitert werden. Details, wie die Gebiete aussehen könnten, wurden noch nicht diskutiert. Das wird Sache der Bebauungspläne sein, die sich bereits in der Planungsphase befinden oder aber jetzt in Angriff genommen werden müssen. „Die Ausweisung dieser vier Gebiete ist kurzfristig möglich“, wie Baubereichsleiter Jörg Klostermann im Ausschuss sagte.

veröffentlicht am 09.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 19:41 Uhr

Wie berichtet, sollen am Schlossbach im Bereich der Dammstraße, dort, wo einst der Paritätische seinen Sitz hatte, bis zu zehn kleinere Bauflächen ausgewiesen werden. Edeltraut Müller warnte, dass diese Fläche im Überschwemmungsgebiet des Schlossbaches liegt: „In 15 Jahren hatten wir sieben Mal Land unter.“ Dort müssten entsprechende Regelungen gefunden werden, um künftige Hausbesitzer vor dem Wasser zu schützen.

Streit entzündete sich am Vorschlag des Bauamtes und der Grünen-Ratsfrau Cornelia Laasch, den Schlossbach zu erweitern und zu revitalisieren, an diesem entlang einen Weg anzulegen und diesen eventuell zum Gewässerlehrpfad auszubauen. „Dann ist die ganze Revitalisierung unnütz, wir machen damit das Gewässer kaputt“, so der SPD-Ratsherr Wolfhard Müller. Details sollen jetzt bei der Aufstellung des Bebauungsplans geklärt werden.

An der Maschstraße soll das ehemalige Gelände von Heinecke & Klaproth als Wohnfläche entwickelt werden. Derzeit liegt die Fläche brach und wird von Zirkussen bei ihren Besuchen in der Stadt als Auftrittsort genutzt.

Das Falkingsviertel, das innerhalb kürzester Zeit vollgelaufen ist, soll als das dritte innenstadtnahe Baugebiet möglichst schnell weiter entwickelt werden. Dafür ist geplant, den Grüngürtel in Richtung Osten zu verlängern. Nördlich des Grünstreifens soll ein Mischgebiet ausgewiesen werden, dass als Puffer zum angrenzenden Gewerbegebiet Kreuzbreite dient. Auf der südlichen Seite soll ein reines Wohngebiet ausgewiesen werden. Hier muss der Grüngürtel als Puffer zum Mischgebiet herhalten.

In Petzen soll „Auf der Höhe“ erweitert werden. Hier scheiden sich die Geister, ob zunächst oben am Nordring bis hinunter zur Verlängerung des Pfahlwinkels ausgewiesen wird, oder aber ob gleich ganz bis hinunter zur Petzer Straße geplant wird. Diese Variante hätte den Charme, dass kostengünstig an die vorhandene Erschließung von „Auf der Höhe“ angeschlossen werden kann. Während oben am Nordring ein relativ kompaktes geschlossenes Baugebiet entstehen könnte, müsste bei der zweiten Variante eine Reihenbebauung realisiert werden. Was nun kommt, müssen die weiteren Planungen des Bauamtes und die Diskussionen in den Ausschüssen zeigen.




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