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Feuerwehr-Kritik beeindruckt Politiker

Neue Regeln für Brenntage und Kindertransport

Samtgemeinde Sachsenhagen (jpw). Nach langer und langwieriger Diskussion hat der Rat der Samtgemeinde Sachsenhagen in seiner jüngsten Sitzung zwei Themen – vorerst – mit Beschlüssen versehen und zu den Akten gelegt.

veröffentlicht am 12.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 02:22 Uhr

„Lasst uns das Thema endlich beerdigen – ich spendiere auch das Geld für den Kranz dazu.“ Samtgemeindebürgermeister Arthur Adam zeigte sich sichtbar genervt über die neuerliche Diskussion über den Transport von Kinder- und Jugendfeuerwehrleuten. Die CDU/WGS-Mehrheitsgruppe zeigte sich deutlich beeindruckt von der massiven Kritik aus der größten Jugendfeuerwehr, die die Regelung, notwendige Kinder- und Jugendfeuerwehrfahrten zu entschädigen und auf den Ankauf oder das Leasing von Jugendbussen zu verzichten, als „schlechteste aller Lösungen“ kritisiert hatte.

Heiko Bothe bezeichnete die neue Regelung als „Versuch“ und richtete ein Gesprächsangebot an den Gemeindebrandmeister und die Jugendfeuerwehrführung, um die neue Regelung möglichst „verwaltungsschlank“ zu praktizieren. Adam betonte, dass dieses Gespräch „nicht am Ausschuss vorbei stattfinden werde“.

Auch Christa Kreft (CDU-WGS) plädierte dafür, die neue Regelung zu praktizieren und „nicht überall Holpersteine zu sehen“.

Karl-Heinz Wulf (Bündnis 90/Grüne) und auch Martin Golembiewski lehnten für die SPD die neue Regelung ab. Wulf scheiterte mit seinem Antrag, zwei Jugendbusse zu kaufen.

Gekokelt werden darf auch weiterhin

Auch die Neuregelung der Brenntage und das Zurückfahren von acht auf drei Termine im Jahr hat der Rat mit der Mehrheit von CDU/WGS beschlossen. SPD und Bündnis 90/Grüne rückten von dem mehrheitlich im Ausschuss beschlossenen Kompromiss ab und stellten den Antrag, die Brenntage komplett abzuschaffen. Mit diesem Vorstoß scheiterten sie erwartungsgemäß.

Bothe brachte als Argument gegen ein generelles Verbot der Brenntage unter anderem mögliche Schwierigkeiten bei der Erweiterung des Kompostplatzes ins Gespräch. Martin Golembiewski (SPD) hatte auf die „Schutzbedürftigkeit öffentlicher Räume“ hingewiesen. Monika Tautz (Bündnis 90/Grüne) plädierte für ein Verbot, um weiteren Missbrauch auszuschließen, und ihr Fraktionskollege Wulf kündigte an, den Antrag auf Verbot der Brenntage im nächsten Jahr erneut stellen zu wollen.




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