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Metallkonstruktion statt Holz / Ende Januar beginnt die Ausschreibung für Querung der B 83

Neue Stahlbrücke soll im Herbst stehen

Bückeburg/Kleinenbremen (ly). Jetzt ist es nur noch eine Frage der Zeit: Die marode Holzbrücke in den Hofwiesen, die über die Bundesstraße 83 führt, soll noch dieses Jahr durch eine Stahlkonstruktion ersetzt werden. Mit Fertigstellung und Freigabe rechnet Markus Brockmann im Herbst.

veröffentlicht am 21.01.2011 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 04:21 Uhr

Brockmann ist Leiter des Geschäftsbereiches Hameln in der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. „Ende Januar beginnt die Ausschreibung, im März oder April soll der Auftrag vergeben werden“, berichtet er. Wann es mit den Arbeiten losgeht, kann Brockmann noch nicht genau sagen. Dies hänge davon ab, wann der Stahl geliefert werde. „Baubeginn ist auf jeden Fall im Sommer.“

Eine Vollsperrung der B 83 wird sich beim Abriss beziehungsweise Aufbau jeweils nicht vermeiden lassen. „Aber nicht über Wochen, sondern nur relativ kurzfristig“, wie der Hamelner Straßenbauer versichert. Begründung: „Die Bundesstraße ist eine wichtige Verbindung.“ Vermutlich werde daher auch nachts gearbeitet.

Ein Vorbild für die neue Brücke gibt es nicht. „Sie wird einmalig“, sagt Brockmann. „Die Form kann man sich wie eine schöne Bergkette vorstellen, recht filigran gearbeitet.“

Für viele Kleinenbremer ist die 1990 errichtete Geh- und Radwegbrücke wichtig. Radlern und Fußgängern, vereinzelt auch Rollstuhlfahrern dient sie als willkommene Abkürzung nach Bückeburg – ganz zu schweigen von der touristischen Bedeutung.

Seit Mai 2009 ist das Bauwerk jedoch aus Sicherheitsgründen gesperrt, weil der Zahn der Zeit daran genagt hatte. Tragende Teile waren im Lauf der Jahre durch Feuchtigkeit morsch und faul geworden. Dies hängt auch damit zusammen, dass beim Bau auf Tropenholz und allzu giftiges Holzschutzmittel verzichtet worden war. Beides ging auf Kosten der Haltbarkeit, wie man heute weiß.

Die gesamte Brücke, so hieß es zur Begründung der Sperrung, könne zwar nicht einstürzen, einzelne Bretter allerdings beim Betreten brechen. Eine Sanierung wäre nicht mehr wirtschaftlich gewesen. Dazu hätte die Brücke auch komplett abgebaut werden müssen.

Für den Erhalt der Verbindung nach Bückeburg hatten sich außer Politikern auch viele andere Bückeburger und Kleinenbremer starkgemacht. Im April vergangenen Jahres überreichten Anwohner Markus Brockmann im Bezirksausschuss eine Liste mit mehr als 250 Unterschriften.

Auslaufmodell: Die gesperrte Holzbrücke über die B 65 soll bald ganz der Vergangenheit angehören. An der Stelle entsteht eine Stahlkonstruktion. Foto: ly




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