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Sparkasse will ein weiteren Bereich für 35 Häuser in der Nordstadt erschließen

Neues Baugebiet am Wald - aber nicht zu weit weg von der Innenstadt

Rinteln (wm). Diplom-Ökonom Matthias Günther aus Hannover vom Pestel-Institut für Systemforschung hatte in seiner Studie zur Einwohnerentwicklung Rintelns angemahnt, eine "Bestandsverwaltung" sei keine Stadtentwicklung. Die Weserstadt brauche mehr Bürger und damit weiteren modernen, attraktiven Wohnraum.

veröffentlicht am 19.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

Die Sparkasse, erläuterte gestern Vorstandsmitglied Günther Klußmeyer, sehe das auch als Handlungsanweisung, nach dem Pfennigsiek ein weiteres attraktives Baugebiet in der Nordstadt auszuweisen: Auf rund 30 000 Quadratmetern nördlich des Helene-Brehm-Weges an der Kirschenallee sollen etwa 35 Einfamilien- oder Doppelhäuser entstehen. Eine Konkurrenz zur Steinangerbebauung sieht Klußmeyer nicht, denn das neue Baugebiet in Waldrandnähe sei für eine andere Klientel zugeschnitten, nämlich für mobile Familien, die gerne stadtnah, aber trotzdem im Grünen wohnen wollen. Die Steinangerbebauung dagegen sei in erster Linie für die Generation 50-Plus gedacht. Der Verwaltungsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstag voriger Woche das Projekt grundsätzlich begrüßt und der Aufstellung eines Bebauungsplanes zugestimmt. Jetzt muss das neue Wohngebiet, das immerhin schon einen Namen hat, und zwar nach dem Flurstück "Luhdener Breite", noch durch die parlamentarischen Gremien, beginnend beim Ortsrat Rinteln. Walter Büsking, Mitarbeiter der Sparkassen-Tochter Immobilien Development Gesellschaft (IDB), schilderte, die Grundstücke würden im Zuschnitt zwischen 600 und 800 Quadratmeter groß, was auch die Anlage einer Rasenfläche oder Gartens rund ums Haus ermögliche. Konkrete Vorstellungen gebe es noch nicht, erst müsse der Bebauungsplan stehen. Die Erschließung - über den Kirschenweg - lasse keine Probleme erwarten und da sich das Bebauungsgebiet nahtlos an die Wohnbebauung am Helene-Brehm-Weg anschließe, sei auch die weitere Infrastruktur bereits vorhanden. Man rechne mit einem Planungszeitraum von gut einem Jahr, ehe konkret mit der Erschließung begonnen werden könne. Der Zuschnitt des Baugebietes lässt als Option auch Erweiterungsflächen nach Ost wie West offen, doch hier winkte Büsking ab: Das sei, wenn überhaupt, Zukunftsmusik. Im Nachbarbaugebiet Pfennigsiek unterhalb der Landesstraße nach Todenmann sind derzeit noch rund ein Dutzend Grundstücke frei. Weitere Baugebiete hat die Sparkasse als Investor in Exten (Obernfeld) und Uchtdorf (Maasberg) erschlossen.




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