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Noch weitere Aussaatflächen gesucht

Neues Extertaler Blumensaat-Projekt für Menschen und Bienen

BÖSINGFELD. Im Oktober 2017 hat sich in der Gemeinde Extertal die Initiative „Blühende Landschaft Extertal“ gebildet. Zu deren Zielen gehört es, durch Erhalt und Stärkung der Lebensräume Honig sammelnder Insekten, wie vor allem Bienen, zugleich einen Beitrag zur Förderung der Lebensqualität des Menschen zu leisten. Das erste Projekt richtet sich auf die Aussaat von Blütenpflanzen.

veröffentlicht am 01.03.2018 um 13:58 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:50 Uhr

Die Vertreter der Arbeitsgruppe stellten das Blühwiesen-Projekt: Manfred Stoller (v. li.), Vorsitzender des Ratsausschusses für Umwelt und Klimaschutz; Heino Rinne, Vorsitzender des Imkervereins Extertal.; Michael Protte, Vorsitzender des NABU Extert
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Autor

Werner Hoppe Reporter
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BÖSINGFELD. Im Oktober 2017 hat sich in der Gemeinde Extertal die Initiative „Blühende Landschaft Extertal“ gebildet. Zu deren Zielen gehört es, durch Erhalt und Stärkung der Lebensräume Honig sammelnder Insekten, wie vor allem Bienen, zugleich einen Beitrag zur Förderung der Lebensqualität des Menschen zu leisten. Das erste Projekt vor diesem Hintergrund richtet sich auf die Aussaat von Blütenpflanzen und wurde jetzt im Bösingfelder Rathaus vorgestellt.

„Wir wollen einen kleinen Beitrag leisten gegen das Insektenstreben in Extertal“, sagte Manfred Stoller. Der Vorsitzende des Ratsausschusses für Umwelt und Klimaschutz steckte den Rahmen für das Projekt ab, das blühende Wiesen und Flächen in Gärten, auf Firmengrundstücken und auf öffentlichen Flächen schaffen soll.

Als Grundlage dafür hat die Arbeitsgruppe Samenmischungen für einjährige sowie mehrjährige Blütenpflanzen zusammenstellen lassen. Damit stellte Heino Rinne, Vorsitzender des Imkervereins Extertal, den Kern des Einstiegsprojekts vor. Beide Saatmischungen seien ausgelegt auf die klimatischen Bedingungen in Extertal. „Extertaler Blumenwiese“ heißt die mehrjährige Blühmischung, „Extertaler Sommerwiese“ die einjährige.

Ein eigens für die Aktion erstelltes illustriertes Faltblatt zeigt unter anderem die Pflanzen und ihre Blüten und gibt Tipps für die Wahl der Aussaatflächen. Die Samenmischungen – Preis pro Tüte: 2 Euro – reichen aus für eine Fläche von bis zu 16 Quadratmetern und sind ab sofort in sieben Verkaufsstellen zu bekommen: Blumen Buschmeier, Nicole Buschmeier, Hauptstraße 30, Almena; Raiffeisen-Markt Bösingfeld, Bruchstraße 25, Bösingfeld; Nahkauf Bösingfeld, Sarah Tammoschath, Mittelstraße 27; Nahkauf Silixen, Heidelbecker Straße 4; August Recker GmbH & Co, Bahnhofstr. 54A, Bösingfeld; Der Blumenladen, Beate Reese, Mittelstraße 21, Extertal-Bösingfeld; Christiane Treviranus, Mischenberg 1/Am Brakenberg, Meierberg; Querbeet, Bio & Bistro, Klosterstraße 9, Rinteln.

„Wir wollten nicht nur diskutieren, sondern handeln, und haben uns zunächst auf die Privathaushalte gestürzt“, berichtete Heino Rinne als einer der Hauptinitiatoren des Blühwiesen-Projekts. Es seien bereits etliche Flächen für die Aussaat zur Verfügung gestellt worden, wie aktuell am Lidl-Markt in Bösingfeld. Darüber hinaus würden noch weitere Flächen gesucht, gerne auf Firmengrundstücken. Eingehendere Informationen sollten bei der öffentlichen Vorstellung des Projekts am Dienstag, 13. März, um 19 Uhr im großen Bürgersaal im Rathaus in Bösingfeld gegeben werden.

„Auf jeden Fall ist die Aktion für die Gemeinde eine echte Win-win-Situation“, unterstrich Eckard Paulmann in Vertretung von Bürgermeisterin Monika Rehmert, die ihre Teilnahme am Pressegespräch spontan absagen musste. „Aber das ganze Projekt ist (mit Unterstützung der Gemeinde Extertal) durchkonzipiert, und wir starten jetzt“, kündigte Stoller an. Dabei sei er überzeugt, „dass wir noch weitere Flächen finden werden“. Grundstückseigentümer, die Aussaatflächen zur Verfügung stellen möchten, könnten dies direkt bei der Geschäftsstelle des Vereins Marketing Extertal anmelden, gab dessen Geschäftsstellenleiterin, Julia Stein, als Tipp.




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