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200 000-Euro-Lücke spricht gegen das Verwirklichen des Vorhabens oberhalb der im Bau befindlichen Tiefgarage

Neugestaltung adieu: ZOB wohl mit vertrautem Aussehen

Minden (bus). Die großzügige Neugestaltung des Mindener Omnibusbahnhofs muss voraussichtlich zu den Akten gelegt werden. Das ist im Verlauf der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses deutlich geworden. Dessen Empfehlung an den Stadtrat der Weserstadt sieht einen Verzicht auf den Neubau vor. Stattdessen solle das ursprüngliche Aussehen wiederhergestellt werden.

veröffentlicht am 16.12.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 09:41 Uhr

Hintergrund des Meinungswandels sind rund 200 000 Euro, die der Stadt zum Verwirklichen des Vorhabens fehlen. Derzeit entsteht auf etwas mehr als der Hälfte des ZOB-Areals eine Tiefgarage. Das zusätzliche Parkplatzangebot ist nach Auffassung des Obermarktpassagen-Investors „Secur“ notwendig, um den zukünftigen Betrieb der Passage zu sichern. Ursprünglich war vorgesehen, dem Busbahnhof im Anschluss an die Tiefbauarbeiten ein völlig verändertes Aussehen zu verleihen. Für die Neugestaltung waren 2,2 Millionen Euro kalkuliert worden.

Von dieser Summe müsste die Stadt rund ein Drittel tragen. Was mit der von der städtischen Bauverwaltung berechneten (und von „Secur“ beizusteuernden) Ausgleichszahlung in Höhe von 750 000 Euro auch zu stemmen gewesen wäre. Nun hat der Investor allerdings seine eigenen Berechnungen vorgelegt, nach denen sich die Entschädigungssumme auf lediglich 540 000 Euro beläuft. Politik und Verwaltung bezweifeln zwar, dass die Wiederherstellung für diesen Preis geleistet werden kann, da aber die Stadt wegen ihrer freudlosen Finanzlage die nun unversehens klaffende 200 000-Euro-Lücke nicht schließen kann und die Kommunalaufsicht der Einschätzung von Kämmerer Norbert Kresse zufolge eine Kreditfinanzierung nicht genehmigen würde, bleibt unter dem Strich wohl nur der Verzicht aufs Vorhaben.




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