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Millioneninvestition durch privates Konsortium aauf dem Hubschrauberausbildungszentrum

NH90-Simulatoren werden modernisiert

BÜCKEBURG. Die zwei NH90-Simulatoren auf dem Flugplatz Achum des Internationalen Hubschrauberausbildungszentrums werden modernisiert. Gleichzeitig ist der Vertrag mit der Helicopter Flight Training Services (HFTS) bis 2028 verlängert worden, die damit weiter für die Simulatorausbildung der NH90-Crews der Heeresflieger verantwortlich ist. Das hat Rheinmetall als Partner der Helicopter Flight Training Systems GmbH (HFTS) im Team der Flugsimulatoren für die NH90-Hubschrauber der deutschen Heeresflieger in einer Pressemitteilung mitgeteilt.

veröffentlicht am 26.02.2020 um 12:29 Uhr

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Ein entsprechender Auftrag sei Ende Dezember 2019 erteilt worden. Für Rheinmetall liegt der Auftragswert nach eigenen Angaben im unteren zweistelligen Millionenbereich. Der Gesamtauftrag für die HFTS umfasst weiterhin Betrieb, Service und Wartung der Simulatoren mit einer vertraglich zugesicherten Verfügbarkeit von mindestens 98 Prozent bis 2027.

Die Bundeswehr halte damit an dem bewährten Betreibermodell ihrer NH90-Simulatoren durch die HFTS GmbH fest. Die 2004 gegründete Firma betreibt derzeit NH90-Full Mission Simulatoren an den Standorten Bückeburg (2), Fassberg (1) und Holzdorf (1). Die HFTS ist ein zu gleichen Teilen von Airbus Helicopter, CAE, Rheinmetall und Thales gehaltenes Konsortium.

Die jüngst unterzeichnete Vertragsverlängerung umfasst nach Unternehmensangaben die Anpassung der Simulatoren auf den neuesten Hubschrauberstandard MR-1 und Modernisierungsmaßnahmen für die vier Full-Mission-Simulatoren. Dazu zählen die Erneuerung der Rechner, der Austausch des Ausbilderbedienstandes und der Software zur taktischen Lagedarstellung und beinhaltet auch die sogenannte Level-C-Zertifizierung durch die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA. Die Vernetzungsfähigkeit aller Simulatoren an den drei Standorten sowie die Öffnung zu anderen Ausbildungseinrichtungen des Heeres ermögliche zudem ein gemeinsames Training der Besatzungen für komplexe Einsätze.

Foto: Rheinmetall AG

Rheinmetall verfügt nach eigenen Angaben über eine umfangreiche Expertise mit NH90-Simulatoren. Neben Flugsimulationen lieferte das Unternehmen mehrere NH90-Trainingssysteme für die Ausbildung des NH90-Bodenpersonals wie etwa das Ground Crew Trainingssysteme in Fassberg. Hier wird das Bodenpersonal des deutschen Heeres auf drei originalgetreuen Cockpitnachbauten hinsichtlich der Bedien- und Wartungsprozeduren für den NH90 TTH geschult.

Seit 2004 sind insgesamt rund 200 000 Flugstunden auf den Simulatoren der HFTS geflogen worden. Auch internationale Kunden wie Schweden, Belgien, Finnland und Neuseeland haben in den vergangenen Jahren Piloten inn Bückeburg ausgebildet.r




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