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Besucherleitsystem für das Naturschutzgebiet Bückeburger Niederung / Förderung über die EU möglich

Nicht nur Vorbild-, sondern auch Vorzeigelandschaft

Bückeburg (rc). Das geplante Besucherleitsystem für die Bückeburger Niederung hat gute Chancen, über die EU und das Land Niedersachsen gefördert werden. Das geht aus einer Anfrage hervor, die der Niedersächsische Heimatbund über seine alljährlichen Rote Mappe an die Landesregierung gestellt hat.

veröffentlicht am 16.07.2008 um 00:00 Uhr

Das Leitsystem könnte über die sogenannte "Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen von Natur und Landschaft sowie zur Qualifizierung für Naturschutzmaßnahmen in den Ländern und Bremen" finanziert werden: 80 Prozent trägt dann die EU, 20 der Antragsteller. In seiner Roten Mappe beschreibt der Heimatbund ausführlich die Funktion der Bückeburger Niederung. Dank des Landkreises, der Stadt, des Nabu-Ortsverbandes und des eigens gegründeten Fördervereins habe sich die Niederung mittlerweile zu einem wahren Kleinod entwickelt. Um die Nutzungskonflikte zwischen Naturschutz und Landwirtschaft zu lösen, wurde 2005 ein Moderationsverfahren durchgeführt, das ein einvernehmliches Entwicklungskonzept zum Ergebnis hatte. Entwicklungsziel ist eine naturnahe, extensiv bewirtschaftete Auenlandschaft mit hoher Retentionswirkung, also Rückhaltungswirkung, für die Wasserhaltung. Während Biotop und Hochwasserschutz auf einem guten Weg seien, sind noch keine Maßnahmen für das standortbezogenen Informations- und Besucherlenksystem durchgeführt worden. Nur damit aber könne dem naturverbundenen Besucher die Eigenart dieser Landschaft auch erlebbar gemacht werden, ohne dass es zu Konflikten mit dem Naturschutz führt. Fazit des Heimatbundes: "Die Bückeburger Niederung sollte nicht nur eine Vorbild- sondern auch eine Vorzeigelandschaft sein."




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