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Bürgermeister lobt Stadtfeuerwehr

Nicht selbstverständlich

BÜCKEBURG. „Ich bin stolz auf diese Feuerwehr“, hat Bürgermeister Reiner Brombach während der Hauptversammlung der Feuerwehr Bückeburg-Stadt hervorgehoben. Sie habe auch im Jahr 2017 wieder hervorragende ehrenamtliche Arbeit geleistet. „Das ist selbstverständlich nicht selbstverständlich“, betonte das Stadtoberhaupt.

veröffentlicht am 14.01.2018 um 15:20 Uhr
aktualisiert am 14.01.2018 um 17:40 Uhr

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Autor

Herbert Busch Reporter
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BÜCKEBURG. „Ich bin stolz auf diese Feuerwehr“, hat Bürgermeister Reiner Brombach während der Hauptversammlung der Feuerwehr Bückeburg-Stadt hervorgehoben. Sie habe auch im zurückliegenden Jahr wieder hervorragende ehrenamtliche Arbeit geleistet. „Das ist selbstverständlich nicht selbstverständlich“, betonte das Stadtoberhaupt.

„Wir sind sehr glücklich darüber, dass es der Feuerwehr immer wieder gelingt, Mitarbeiter und Mitglieder zu finden“, ergänzte Brombach. Was auch zeige, dass es offensichtlich ein gewisses Wohlbefinden erzeuge, wenn man etwas Positives für die Gesellschaft leisten könne. „Ich danke Ihnen nicht nur im Namen von Rat und Verwaltung, sondern im Namen der gesamten Bevölkerung.“

Die insgesamt 163 Mitglieder (Kinderfeuerwehr: 32 Mitglieder, Jugendfeuerwehr: 25, Aktive: 63, Reserve: 13, Fachberater: 6, Altersabteilung: 24) starke Truppe hat im Berichtszeitraum 185 Einsätze absolviert. Davon waren 57 Brandeinsätze (27 Entstehungsbrände, 19 Kleinbrände, acht Mittelbrände und drei Großbrände).

79 Mal war das Können der Blauröcke bei technischen Hilfeleistungen gefragt; 28 Mal ging es um Dinge wie Brandsicherheitswachen bei Veranstaltungen wie etwa der Landpartie oder dem Weihnachtszauber auf Schloss Bückeburg. Und 21 Mal rückte die Wehr bei Fehlalarmen aus.

Ortsbrandmeister Oliver Witt stellte als besondere Einsätze im Rahmen überörtlicher Löschhilfe einen Gebäudebrand mit Personen in Gefahr (11. Februar, Stadthagen), den Brand eines landwirtschaftlichen Anwesens (27. Juni, Porta Westfalica/Eisbergen) und eine Personenrettung an der Bundesautobahn (2. Oktober) heraus.

„Wir waren also durchschnittlich jeden zweiten Tag gefordert und haben dabei rund 19 200 Einsatzstunden absolviert“, fasste Witt zusammen. Was – bei der Ansetzung des gesetzlichen Mindestlohns – einem Gegenwert von mehr als 170 000 Euro gleichkomme. „Macht bitte weiter so, dann wird mir um unsere Bürger nicht bange“, appellierte der Ortsbrandmeister an die Kameraden.

Gerätewart Michael Wendt unterfütterte Witts Ausführungen mit weiteren Details: 33 131 zurückgelegte Kilometer der Fahrzeuge, 5 087 Liter verbrauchter Kraftstoff, 40 Betriebsstunden der Feuerlöschkreiselpumpen, 63 Betriebsstunden der Drehleiter, 74 Betriebsstunden der Stromerzeuger, zehn Betriebsstunden des Überdrucklüfters.

Christian Rust rief seitens der Kinderfeuerwehr „Die Feuerfüchse“ in Erinnerung, dass die Gruppe acht Mitglieder an die Jugendfeuerwehr übergeben hat. Jugendfeuerwehrwart Christian Rust, der seinen Posten an Sven Petter übergeben hat, berichtete über 42 Dienste und 2100 Arbeitsstunden der Betreuer. Ein besonderer Höhepunkt sei die Ausrichtung der Stadtwettbewerbe gewesen.

Witt hob überdies das Engagement des Fördervereins hervor, der der Wehr einen fünfstelligen Betrag zur Verbesserung der Einsatz-, Arbeits- und Ausbildungssituation zur Verfügung gestellt hat. Des Weiteren rief er umfangreiche Renovierungsarbeiten ins Gedächtnis. Und er machte darauf aufmerksam, dass der Wehr im 150. Jahr ihres Bestehens durchaus zugestanden werden könne, sich Gedanken über einen Neubau zu machen.

Nachholbedarf bei

der Instandsetzung

Stadtbrandmeister Marko Bruckmann wies in seinem Grußwort auf einen starken Nachholbedarf hinsichtlich der Instandhaltung respektive der dringend erforderlichen Renovierung von Gebäuden und Gebäudeteilen hin. Verbesserungen seien zudem bei Stühlen, Tischen und Spinden sowie bei Sozialeinrichtungen angezeigt.

Darüber hinaus monierte Bruckmann, dass Kücheneinrichtungen aus Eigenmitteln bestritten werden müssen. Bei langwierigen Einsätzen seien die Kameraden auf die Zubereitung von Mahlzeiten angewiesen. Aus den genannten Gründen komme sehr oft ein nachvollziehbarer Frust auf. „Es sollte allen Angesprochenen etwas daran liegen, diesen Frust in der nahen Zukunft abzubauen“, sagte der Stadtbrandmeister. Dirk Hahne nutzte den feierlichen Rahmen der Versammlung, um Ortbrandmeister Witt und Peter Kipper für langjährige Mitgliedschaft auszuzeichnen. Witt ist seit 25 Jahren in der Feuerwehr aktiv, Kipper kann auf 40 aktive Jahre zurückblicken. Beide hätten sich große Verdienste erworben, betonte der stellvertretende Kreisbrandmeister.

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