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Neuer Fahrplan spart Zeit für Weserbahn-Passagiere / Bessere Anschlüsse und Schnupperticket

Nikolaus kommt mit Sonderzug der Eurobahn

Rinteln (who). Über eine Stunde hat ein Triebwagen der Weserbahn am Rintelner Bahnhof gehalten, keine Panne, sondern ein erfreulicher Anlass: Am 10. Dezember tritt der neue Fahrplan in Kraft, und die Betreibergesellschaft Eurobahn hatte für die Vorstellung der konzeptionellen Änderungen einen Nikolaus engagiert.

veröffentlicht am 07.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

Im Dezember 2003 hat die Weserbahn den Fahrbetrieb auf der Strecke Bünde-Löhne-Hameln-Hildesheim aufgenommen. Seitdem haben sich die modernen blau-gelben Triebwagen ins öffentliche Bewusstsein gefahren und viele Passagiere auf die Schiene gebracht. Die Eurobahn als Betreiber und ihre beiden Auftraggeber-Gesellschaften möchten diesen Trend weiter verstärken undhaben sich deshalb für den neuen ab 10. Dezember gültigen Fahrplan einige Veränderungen einfallen lassen. Deshalb wollten die Vertreter von eurobahn, der Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) und des Verkehrsverbundes Ostwestfalen-Lippe (VVOWL) Repräsentanten der Anrainerkommunen an der Strecke die Neuerungen vorstellen. Andere Strecken unter der eurobahn-Regie wie Lipperländer-, Ravensberger- und Lammetalbahn verzeichneten enormes Wachstum, erklärte LNVG-Geschäftsführer Dr. Wolf Gorka. Nur 20 Prozent Zunahme bei der Weserbahn seien zu wenig. Deshalb habe man als erstes den Fahrplan optimiert: "Durch mehrere Fahrzeitverkürzungen haben wir es geschafft die Reisezeit zwischen Hildesheim, Hameln und Löhne um eine halbe Stunde zu verkürzen. Damit wird die eurobahn zu einer echten Alternativezum Auto." Der Blick auf den veränderten Fahrplan zeigt die größte Einsparung von 30 Minuten auf der Strecke Elze-Vlotho. Von Rinteln nach Voldagsen sowie nach Bad Pyrmont sind es 20 Minuten sowie zwischen Hildesheim und Bielefeld 22 Minuten. Verknüpfungen mit Regionalexpress-Zügen bis Bielefeld sollen mehr Verlässlichkeit schaffen auch für Verbindungen zwischen Vlotho und Hannover. Allerdings werde man auch die Auslastung der Züge beobachten und eventuell Verbindungen kürzen müssen. Deshalb der Appell von VVOWL-Geschäftsführer Ludger Siemer: "Fahren Sie mit der Bahn, wann immer es geht!" Eine Steigerung der Fahrgastzahlen habe man auch dort erzielt, "wo sich im Umfeld der Bahnhöfe etwas getan hat". So etwa durch attraktive touristische Angebote der Anliegerstädte. Insgesamt erhoffe man sich durch die Verbesserungen eine höhere Akzeptanz für die Weserbahn. Trotzdem sei der Personennahverkehr auf der Schiene weiterhin auf Zuschüsse angewiesen. So seien Mittelkürzungen der Grund dafür, dass die Weserbahn an Samstagen künftig nur im Zwei-Stunden-Takt fahre. Insgesamt entfielen dadurch fünf Züge je Richtung. Dr. Stefan Bennemann, Niederlassungsleiter der Eurobahn, wies auf die Testwochen vom 10. bis 31. Dezember hin. Dazu gebe es ein "Schnupperticket", das jeder Fahrgast beim Servicepersonal der Eurobahn oder an den Fahrkarten-Automaten erwerben kann. Der Preis für eine Person beträgt sieben Euro sowie für bis zu fünf Personen 15 Euro. Das Schnupperticket berechtigt zu einer beliebigen Anzahl von Fahrten an einem gewählten Tag auf der Strecke Bünde, Löhne, Hameln, Hildesheim und Bodenburg. Fahrtzeiten: von Montag bis Freitag jeweils ab 9 Uhr. Das "Eurobahn-Sparbuch", das zurzeit an die Haushalte in der Region verteilt wird, informiert ausführlich über sämtliche Neuerungen mit Fahrplan, Verbindungen und Schnupperticket.




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