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Lauenauer Jugendforum will bald das ehemalige „Düvel-Haus“ beziehen / Endlich ein festes Domizil

Noch fehlt der Dämmstoff für die Probenräume

Lauenau (nah). Im ehemaligen Geschäftshaus Düvel packen Jung und Alt gemeinsam an. Wo einst geschlachtet und Fleisch verkauft wurde, können bald Jugendliche ihre Freizeit gestalten. „Uns drängt die Zeit“, begründet der Vorsitzende des örtlichen Jugend- und Kulturforums, Norbert Bruhne, die momentane Eile: Der Heizungsaufwand im ehemaligen Rathaus ist zu groß.

veröffentlicht am 19.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 06:22 Uhr

Wie berichtet, hatte der Flecken Lauenau mit dem Kauf des Wohn- und Geschäftshauses dem Verein die Perspektive eines dauerhaften Domizils eröffnet. Zuvor tingelte das „Forum“ durch verschiedene Räume im Gewerbepark, im Sportheim und zuletzt in den von der Sozialstation aufgegebenen Räumen in der Rodenberger Straße. Im Frühjahr verkaufte die Samtgemeinde Rodenberg die Immobilie an einen privaten Interessenten. Dieser erlaubte jedoch dem Forum die weitere Nutzung bis zum Wechsel in das „Düvel-Haus“.

Dieser steht nun bald bevor. Seit Wochen erledigen die jungen und erwachsenen Mitglieder die erwarteten Eigenleistungen. Der Flecken sorgt unter anderem für eine neue Heizungsanlage, Elektrik und andere große Gewerke. Die späteren Nutzer erledigten Abbrucharbeiten und nehmen nun den Trockenbau vor. Mitunter erhalten sie unerwartete Hilfe. Der örtliche Fliesenlegermeister Philippe Stechel stiftete alle notwendigen Fliesen, wobei die Forumsmitglieder sogar das Dekor aussuchen durften.

Und regelmäßig kommt Elke Scheer von der gleichnamigen Bäckerei vorbei und liefert die notwendigen Zutaten für die Frühstückspause. Noch dauert die Suche nach Sponsoren an. Vor allem wird „professionelles Dämmmaterial“ benötigt, damit die in zwei Räumen vorgesehenen Probemöglichkeiten für Bands sich nicht gegenseitig beeinflussen oder in den zunächst noch mit dem Arbeitstitel „Café“ versehenen Aufenthaltsraum übertragen.

Im zweiten Bauabschnitt wird die ehemalige Wurstküche angepackt. Diese ist bereits entkernt worden. Vor weiteren Maßnahmen muss jedoch das Dach geprüft werden. Statikerin Angelika Neumann befürchtet Mängel. In einer dritten Stufe ist das Obergeschoss dran. Dort könnten außer einem Saal noch ein weiterer Probenraum und ein Büro entstehen. Mit dem Saal ließe sich dann das verwirklichen, was im „Forum“ wiederholt diskutiert worden ist: Außer der Musik könnten sich mit Theater oder Kleinkunst den jungen Leuten weitere kreative Möglichkeiten der Freizeitgestaltung eröffnen.




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