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Marktbeschicker trotzen Temperaturen: Warm anziehen und viel Bewegung

Noch kälter? „Hoffentlich friert mir der Sahnehering dann nicht ein!“

Bückeburg (tla). „Jetzt, bei diesem Wetter, ist eine Hühnerbrühe genau das Richtige“, meint Helena Derksen von Heddas Bauernladen im Gespräch mit einer Kundin auf dem Bückeburger Wochenmarkt, der sie gerade ein wenig Hühnerfleisch für eine Suppe verkauft. Sie selber friert noch nicht so sehr, weil die Marktbeschickerin eine kleine Heizung in ihrem Verkaufswagen hat. Sie hofft aber, dass es am Freitag nicht ganz so kalt wird, „sonst kann es sein, dass mir das Fleisch gefriert“, sagt Derksen.

veröffentlicht am 02.02.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 19:21 Uhr

Dieses ist ihr in den vergangenen zwei Jahren schon mal passiert. Draußen herrschte eine Temperatur von minus 15 Grad, und sie musste bereits um 10 Uhr den Marktstand schließen und den Heimweg antreten. Ihre Kunden, weiß sie aus Erfahrung, gewöhnen sich mit der Zeit an die Kälte. „Die ersten Tage kommen schon weniger Kunden. Jedoch nach zwei Wochen hat sich das normalisiert“, erzählt Derksen.

Das kann Volker Uelschen von Feinkost-Uelschen aus Rehburg-Loccum nur bestätigen. Seine Stammkundschaft kauft bei ihm sogar um 8 Uhr morgens ein, und das bei Wind und Wetter. Aufgrund seiner gut neunjährigen Erfahrung weiß der Fachverkäufer mittlerweile zudem ganz genau, wie und vor allen Dingen was er im Winter anziehen muss, damit er nicht friert: „Viele Schichten sind wichtig, Unterhemd, T-Shirt, lange Unterhose, dicke Socken, und man sollte sich auch immer viel bewegen.“

Jetzt, am Freitag, geht für ihn das Geschäft weiter. Dann verkauft Uelschen überwiegend Fisch. „Hoffentlich friert mir der Sahnehering dann nicht ein. Das mir schon passiert“, so der Marktbeschicker. Ein Kunde ist ihm auf jeden Fall immer treu. Fritz Sommerburg kommt seit Jahren regelmäßig zwei Mal in der Woche. „Das Wetter spielt für mich keine Rolle“, gibt der 75-jährige Rentner zu verstehen.

Anders sieht das bei dem Obst- und Gemüsestand von der Gärtnerei auf dem Rethof (Gartenbau Hornung) aus Scheie aus. „Wir haben normalerweise einen offenen Stand. Aber jetzt haben wir die Verkaufsfläche mit Planen überdacht und heizen mit Öfen“, berichtet Janett John. Frostempfindliche Früchte und Gemüsesorten müssen besonders sorgfältig gegen die klirrende Kälte geschützt und dementsprechend aufbewahrt werden. Deshalb weiß John auch noch nicht so recht, ob zum Wochenende hin ein Verkauf stattfinden kann. „Wir müssen abwarten, wie kalt es wirklich wird“, sagt die Mitarbeiterin.




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