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Totes Mädchen wird in Eisbergen beigesetzt / Polizei hofft auf entscheidenden Hinweis aus der Bevölkerung

Noch keine Spur von der Mutter des Babys aus der Weser

Eisbergen (wm/ots). Am 3. Juli ist ein totes Baby von einem Angler am linken Weserufer in Porta Westfalica-Barkhausen entdeckt worden (wir berichteten). Das neugeborene Mädchen ist, so vermutet die Kriminalpolizei, möglicherweise im Bereich Rinteln in der Weser ausgesetzt worden. Stadtverwaltung und das Standesamt in Porta Westfalica wollten das Baby nicht anonym beerdigen lassen und gaben ihm deshalb den abgewandelten Namen Mona (von der Namenspatronin für den 3. Juli, Ramona).

veröffentlicht am 23.07.2008 um 00:00 Uhr

Mona ist am Montag auf dem Friedhof der evangelischen Kirchengemeinde Eisbergen durch den Pfarrer der Gemeinde, Pastor Stefan Engelking, in aller Stille beigesetzt worden. Die Kirchengemeinde hatte sich bereiterklärt, das Kind würdig zu bestatten und gab ihm eine Grabstätte im Urnenfeld des Friedhofs. Ein Portaner Bestattungsunternehmen und ein Eisberger Blumengeschäft gestalteten die Trauerfeier mit. In seiner kurzen Ansprache machte der Pastor auch seine Fassungslosigkeit über diese Tat deutlich. DieMutter müsse in absoluter seelischer Not gehandelt haben. Konfliktlösungsmöglichkeiten wie das Ablegen des Kindes in einer "Babyklappe", ein Hilfeersuchen an das Jugendamt oder auch ein Abgeben des Kindes bei einer Pfarrei wären vielleicht eine Chance für das kleine Mädchen gewesen. Mona wurde nach jetzigem Erkenntnisstand der Kriminalpolizei einige Tage vor ihrem Auffinden geboren. Nach ersten Laboruntersuchungen war sie nach der Geburt am Leben. Doch die Umstände, wie sie gestorben ist und unter welchen Umständen sie in die Weser gelangte, sind noch immer nicht geklärt. Die Mordkommission sei bisher acht Hinweisen aus der Bevölkerung nachgegangen, berichtete der Pressesprecher der Polizei. Auch das abschließende Untersuchungsergebnis der Gerichtsmedizin stehe noch aus. Nach wie vor hoffen die Beamten auf den entscheidenden Hinweis aus der Bevölkerung, um den Fall endlich aufklären zu können. Kontakt: Für sachdienliche Hinweise steht die Polizei in Minden, (0571) 88660, und jede andere Polizeidienststelle zur Verfügung.




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