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Großer Weihnachts-Andrang in den Gotteshäusern / Jetenburger Kirche voll wie seit Jahren nicht mehr

Noch nicht mal ein Stehplatz ist mehr frei ...

Bückeburg. "Fürchtet Euch nicht, denn ich verkündige Euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll. Heute ist Euch in der Stadt Davids der Retter geboren, er ist der Messias, der Herr." Viele hundert Gläubige haben in den Bückeburger Kirchen die frohe Weihnachtsbotschaft vernommen. Den größten Andrang seit Jahren erlebte dabei die Jetenburger Kirche: Beim letzten Heilig-Abend-Gottesdienst mit Pastor Ingo Röder (für ihn beginnt Mitte 2007 die Altersteilzeit) war in dem Gotteshaus auf dem Jetenburger Friedhof rund eine Stunde vor Beginn kein Platz mehr zu bekommen.

veröffentlicht am 27.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:15 Uhr

Gefüllt wie seit Jahren nicht mehr: die Jetenburger Kirche bei d

Autor:

Johannes Pietsch

Wie auch das von Jugendlichen der Evangelisch-Lutherischen Stadtkirchengemeinde gestaltete Singspiel ging Pastor Ingo Röder in seiner Predigt auf das Thema Träume ein. Zu Weihnachten träumten die Menschen vom Frieden in der Welt genauso wie im kleinen, familiären Umkreis. Doch gerade Weihnachten mache es sich besonders schmerzhaft bemerkbar, wenn Träume nicht in Erfüllung gingen. Gott selbst habe davon geträumt, dass seine Schöpfung wieder gut werde und habe als "letzten großen Schachzug" seinen Sohn in die Welt gesandt. Doch auch dieser Traum sei bereits mit dem Kindermord von Bethlehem auf grausame Weise zerplatzt. "Aber Gott träumt weiter, und er ist kein Traumtänzer." Dort, wo alle Träume verloren scheinen, beginne das Friedenswerk Gottes. Musikalisch begleitet wurde der Gottesdienst von Altkantor Edgar Räuschel, seiner Frau Cordula sowie einer Flötengruppe. Pfarrer Matthias Ziemens erinnerte in seiner Predigt während der Christmette in der St.-Marien-Kirche an die Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer. Für einige Wochen sei Deutschland in einen Freudentaumel und ein Sommermärchen getaucht. In einer Zeit düsterer Zukunftsprognosen und hoher Arbeitslosigkeit habe der Sport das geschafft, worum Politikerund Kirchenvertreter häufig vergeblich rängen. Ähnlich habe der Prophet Jesaja viele Jahrhunderte vor der Geburt Jesu den Aufgang eines Lichtes in einer trostlosen Zeit geweissagt. Auch heute strahle die Geburt Jesu in eine Welt, die im Krieg lebt. "Durch seine Geburt wissen wir, dass unser Gott ganz nahe an der Seite des Menschen steht." Die Freude darüber währe länger als ein punktuelles Ereignis wie eine Fußball-Weltmeisterschaft. Nach dem WM-Endspiel sei die Euphorie schnell verflogen. "Bei Gott ist das anders. Weihnachten ist nicht das Finale, sondern der Beginn von etwas unfassbar Neuem." Als Zeichen gelebterÖkumene trugen Angehörige der Evangelisch-Lutherischen Stadtkirchengemeinde mit den Pastoren Klaus Zastrow und Ingo Röder das Friedenslicht aus Bethlehem von der Stadtkirche zur St.-Marien-Kirche, wo sie während der Christmette eintrafen. Im Gegenzug besuchten anschließend viele Katholiken dieChristmette mit Pastor Klaus Zastrow in der Stadtkirche.




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