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Drei Tage Festival am Kraftwerk / Überraschungsband aus Argentinien / 20 000 Fans erwartet

Nordirische „Therapy?“ gegen Langeweile

Porta-Veltheim (ly). Der Schleier ist gelüftet: Die Überraschungsband beim Festival am Veltheimer Kraftwerk heißt „Karamelo Santo“, kommt aus Argentinien, spielt Latin-Rock und tritt Sonntag um 19 Uhr zum Abschluss auf.

veröffentlicht am 29.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 07:21 Uhr

Vergleichbar ist die achtköpfige Gruppe, zurzeit auf Europa-Tournee, mit „Panteon Rococo“ (Mexiko), die vor zwei Jahren für ein furioses „Umsonst & Draußen“-Finale in den Weserwiesen gesorgt hatten. In ihrer Heimat sei „Karamelo Santo“ total angesagt, so Stefan Gehrmann, verantwortlich für das Programm auf der großen Weserbühne. „Ein Latin-Ska-Rock-Leckerbissen der Extraklasse.“

Los geht das Festival am Freitag, 30. Juli, um 18 Uhr mit den „Dezibel Devils“. Die Veltheimer Lokalmatadore setzen auf Punk, Hardrock und Metal mit deutschen Texten. Noch am selben Abend soll es zum bisherigen Highlight in der an Höhepunkten reichen Geschichte des ältesten deutschen Festivals (seit 1975) kommen: Für 23.30 Uhr ist „Therapy?“ angekündigt, Rock aus Nordirland. Stefan Gehrmann verspricht „den größten Gig, den wir je geholt haben“.

Nun muss nur noch das Wetter mitspielen. Vier Tage vor der Eröffnung sitzt Lars Schulz unterm Zeltdach eines Wohnwagens und beobachtet, wie der völlig ausgedörrte Boden gierig den Niederschlag aufsaugt. Regen kann bedeuten, dass weniger Besucher kommen. Eine Schlammschlacht ist indes kaum zu befürchten.

„Hier sind heute schon etliche Liter runtergekommen, und der Platz hat es gut verkraftet“, stellt Schulz fest. Er ist Pressesprecher des Vereins „Umsonst & Draußen Kultur Vlotho“. Das Gelände sei optimal, meint er. Falls die Wetterfrösche recht behalten, ist leichter Regen zu erwarten. Lars Schulz sieht die Prognosen gelassen.

Auch sonst blickt er dem Festival entspannt entgegen. „Früher sind wir entweder abgesoffen, pleite gegangen oder mussten uns ein neues Gelände suchen“, erzählt er. „Heute können wir an unserer Veranstaltung feilen.“ Das ist der Vorteil, wenn man zum vierten Mal hintereinander in Veltheim gastiert und die Verhältnisse kennt. Erwartet werden erneut rund 20 000 Fans, verteilt über das Wochenende.

Auf beiden Bühnen zusammen spielen beim Festival 33 Bands. Die kleinere Bühne am Bahndamm hat weiter regionalen Charakter. Zwischenzeitlich treten dort aber auch bekanntere Gruppen auf, etwa „Rainer von Vielen“ (Freitag, 22 Uhr) oder „Dritte Wahl“ (Samstag, 21.45 Uhr). Wie man hinkommt: siehe Kasten.

Informationen gibt es im Internet unter www.festivalkult.de oder telefonisch unter (0 57 33) 1 86 08.

Vor einem Jahr: An der Absperrung zur Hauptbühne drängen sich die Fans.

Foto: ly




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