weather-image
34°
×

Politiker wollen Hubschrauber an der B 83 haben / Finanzierung über Spenden

Nun doch nicht auf das Aldi-Dach

Bückeburg. Der Hubschrauber gehört werbewirksam in die „Stadt der Hubschrauber“ an die B 83 und Steinberger Straße und nicht auf das Dach des neuen Aldis in der Kreuzbreite. Diese Auffassung vertritt der Kultur- und Fremdenverkehrsausschuss, der auf seiner jüngsten Sitzung am Mittwochabend noch einmal ausführlich über Standort und Finanzierung der Aufstellung diskutierte.

veröffentlicht am 18.02.2016 um 12:59 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:22 Uhr

Autor:

Eine Diskussion, die in den städtischen Gremien bereits mehrfach geführt wurde, seit die Stadt im Jahr 2009 die Bo-105 von Eurocopter, heute Airbus Helicopters, geschenkt bekommen hat. Und eine Diskussion, die bisher angesichts der finanziellen Situation der Stadt ohne Ergebnis blieb. Denn schlussendlich kostet die Aufstellung des Hubschraubers auf einem Metallpfahl samt Drehkranz für die Rotation des Hubschraubers und des Fundaments rund 25 000 Euro. „Ein Luxus, den wir uns angesichts der Kürzung von freiwilligen Leistungen nicht leisten und den Bürgern vermitteln können“, merkte Stadtkämmerer Reiner Wilharm in der Sitzung an. Das Vorhaben war zwar regelmäßig in die Voranschläge für die Haushaltspläne aufgenommen, genauso regelmäßig aber auch wieder gestrichen worden.

Nun aber zeichnet sich eine Lösung ab, wie die Aufstellung des Hubschraubers auf einem Mast finanziert werden kann. Wie der Geschäftsführer des Hubschraubermuseums Dieter Bals mitteilte, sei das Hubschrauberzentrum bereit, die Aufstellung mit 5000 Euro zu unterstützen: „Damit endlich etwas passiert.“ Weitere 5000 Euro hat die Stadt in diesem Jahr im Haushalt verankert, damit der Hubschrauber auf das Dach des Aldis gekonnt hätte. Und wie Ratsherr Raimund Leonhard (Bürger für Bückeburg) mitteilte, habe er sich während des Parlamentarischen Abends in Berlin auf Sponsorensuche begeben und bei der Hubschrauberindustrie nachgefragt. Ihm würden Zusagen von Airbus Helicopters, ESG und Rheinmetall vorliegen. O-Ton Leonhard: „Ich sehe die Finanzierung damit als gesichert an.“

Was der Ausschuss dankend vernahm. Der nach einem Vorschlag seines Vorsitzenden Albert Brüggemann (SPD) einen Arbeitskreis gründen wird, um das Thema weiter voranzutreiben und zu einem endgültigen Beschluss zu führen. Damit noch dieses Jahr gebaut werden kann.

Zuvor hatte sich der Ausschuss über das Für und Wider des Standortes auseinandergesetzt. Wie Dieter Bals ausführte, halte das Hubschraubermuseum den Platz an der B 83 für den werbewirksamsten Platz für Stadt und Museum. Der Hubschrauber könne auf einem Drehkranz montiert werden und sich damit im Wind drehen. „Was interessante, wechselnde Perspektiven für die bietet, die regelmäßig auf der B 83 vorbeifahren.“ Weil dieser Perspektivwechsel und die Sicht gegen den freien Himmel nicht gegeben waren, habe man auch von zwischenzeitlichen Plänen Abstand genommen, den Hubschrauber im Bereich der A 2 in Luhden zu positionieren, so Bals. Der Hubschrauber ist in wetterfesten Schaumburger Farben lackiert: „Da brauchen wir 15 bis 20 Jahre nicht ’ran.“

Die „Schamröte“ trieb es Leonhard ins Gesicht, als er berichtete, dass seitens der Stadt zwischenzeitlich erwogen worden sei, den Hubschrauber nach Laatzen auszuleihen. „Das wäre eine Schande für die Stadt der Hubschrauber gewesen“, pflichtete Ratsherr Friedel Pörtner (CDU) bei. Der sich zudem darum mokierte, warum der Bau- und Umweltausschuss in den vergangenen Jahren nicht in der Lage gewesen sei, einen Standort zu finden: „Bei der nächsten Sitzung bleibt er so lange zusammen, bis er sich für einen Standort entschieden hat.“

Der Hubschrauber war bereits 2005 in die Stadt eingeschwebt und stand bis zum Baubeginn des Erweiterungsbaus des Hubschraubermuseums im Jahr 2010 auf einem Metallgerüst auf der Neubaufläche. 2009 war der Hubschrauber von Eurocopter der Stadt per Schenkungsurkunde überreicht worden. Zitat aus der Urkunde: „Die Schenkung dient der Tourismuswerbung für die Stadt der Hubschrauber“. Seit 2010 staubt die Bo-105 in einer Halle auf dem Flugplatz in Achum vor sich hin.




Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige
    Anzeige