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Tierschutzverein: Monika Hachmeister bleibt Vorsitzende / 165 Hunde und 308 Katzen aufgenommen

Nur mit Mühe über die Runden gekommen

Bückeburg (bus). Der Tierschutzverein Bückeburg-Rinteln und Umgebung hat „das bisher schwierigste Jahr“ unter dem Vorsitz von Monika Hachmeister Revue passieren lassen. Das gab Hachmeister während der Hauptversammlung im Joël-Le-Theule-Saal zu verstehen. „Wir hatten Mühe, über die Runden zu kommen.“ Die Vorsitzende appellierte trotzdem an die Mitgliedschaft, „nicht zu negativ in die Zukunft zu blicken“. Dem Verein sei es in der Vergangenheit schon schlechter gegangen.

veröffentlicht am 07.04.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 02:21 Uhr

Hachmeister, die im Verlauf der Versammlung einstimmig für weitere drei Jahre als Vorsitzende bestätigt wurde, machte die Schwierigkeiten an mehreren Beispielen fest. Zum einen bedrücken den Verein nach wie vor bauliche Unzulänglichkeiten seines Domizils am Hasengarten. „Sie erschweren uns die Arbeit, kosten Geld und bringen uns so manches Mal zur Verzweiflung“, erklärte sie. Zum anderen beklagte die Vorsitzende erhebliche Steigerungen auf der Ausgabenseite. Hachmeister: „Das fängt bereits beim Katzenstreu an. Die Tierarztkosten sind um 14 Prozent gestiegen. Versicherungen, Strom und Gas sind teurer geworden.“

Überdies seien die Zahl der Fundtiere enorm angeschwollen und „erschreckend viele“ Abgabetiere beim Verein „entsorgt“ worden. „In unserem Heim gibt es das Prinzip, dass jedes Tier leben darf, solange es über Lebensqualität verfügt oder eine Behandlung diese verspricht“, verdeutlichte die Vorsitzende. So fielen Entscheidungen immer zu Gunsten der Tiere. Was nicht nur finanziell, sondern auch psychisch belastend sei. „Was würden Sie machen“, fragte Hachmeister rhetorisch, „wenn der Besitzer eines alten Hundes damit droht, diesen im Nichtannahmefall einfach mit einem Hammer vor den Kopf zu schlagen?“

Aus dem Geschäftsbericht von Schatzmeister Kurt Wiegand ging hervor, dass der Verein 2008 165 Hunde und 308 Katzen aufgenommen hat. 151 Hunde (Vorjahr 172) und 235 Katzen (Vorjahr 140) konnten vermittelt werden. Aufnahme fanden zudem Kaninchen (38), Tauben (7), Igel (7), Meerschweinchen (6), Ratten (3), Chinchillas (2) und Wellensittiche (2) sowie ein Frettchen, eine Schildkröte, ein Uhu, eine Möwe und ein Pony. Die Zahl der Mitglieder präsentierte sich bei einem Rückgang von sechs auf 292 Personen relativ stabil. Für 2009 vermeldete Wiegand zehn Neuaufnahmen.

Hachmeister bilanzierte außer den geschilderten Schwierigkeiten etliche positive Begebenheiten. „Das erfreulichste Ereignis war das große Fest zum 100. Geburtstag unseres Vereins“, unterstrich die Vorsitzende. Das mit einem „Tag der offenen Tür“ gefeierte Jubiläum sei ein voller Erfolg gewesen. Weiteres Glanzlicht sei die erfolgreiche Suche nach Pflegestellen gewesen. „Wir fanden 15 fantastische Pflegefamilien, die mit viel Liebe unsere kleinen Sorgenkinder in gesunde, quicklebendige Katzenkinder verwandelt haben.“ Kehrseite der Medaille: In diesem Jahr steht keine dieser Pflegestellen zur Verfügung. Nicht, weil die Ersatzeltern die Arbeit scheuen, sondern weil sie bis auf eine Ausnahme ihre kleinen Schützlinge behalten haben.

Ebenfalls erfreulich: Es konnte ein neues Einsatzfahrzeug angeschafft werden.




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