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Gelldorfs Imkerverein informiert über Bedeutung der Insekten

Ohne Bienen gäbe es weniger Viefalt

Gelldorf (sig). Einen temperamentvollen Appell für den wirtschaftlichen Nutzen der Honigbienen hat Gundula Piehl, die wiedergewählte Vorsitzende des Imkervereins Obernkirchen und Umgebung, gehalten. Die schwarz-gelben Hautflügler sind nämlich das drittwichtigste landwirtschaftliche Nutztier nach Kühen und Schweinen.

veröffentlicht am 17.02.2010 um 23:55 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 06:22 Uhr

Und die versierte Imkerin lieferte bei ihrem Treffen mit den Mitgliedern im Hofcafé Eggelmann noch einige interessante Zahlen. Danach hängen 85 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge in Deutschland von der Bestäubung durch die Bienen ab. Das gilt für die bis zu 3000 heimischen Nutz- und Wildpflanzen.

Den dadurch jährlich in Deutschland entstehenden volkswirtschaftlichen Nutzen bezifferte Gundula Piehl mit zwei Milliarden. Aber sie macht sich Sorgen, dass die Vielfalt an Pflanzen durch die zunehmende Monokultur zurückgehen wird. Wer im eigenen Garten möglichst viele blühende Blumen und andere Pflanzen anbaut, der sei zu loben, denn er bereitet den Bienen, Hummeln und Schmetterlingen einen gedeckten Tisch.

Wer den Beruf des Imkers erlernen möchte, benötigt dafür eine dreijährige Ausbildung. Damit wird klar, dass dazu eine Fülle von Spezialwissen und Erfahrung gehören. Das macht deutlich, dass sich der Hobbyimker ebenfalls viel Wissen aneignen muss und sich um Fortbildung bemühen sollte. Diesem Zweck dient auch der Erfahrungsaustausch im Imkerverein.

Gundula Piehl verschwieg nicht, dass die Existenz des Obernkirchener Vereins zeitweise durchaus gefährdet war. Drei Neuaufnahmen sorgten in jüngster Zeit wieder für bessere Perspektiven. Es ist offensichtlich aber nicht leicht, junge Menschen für dieses Hobby zu begeistern. Aber man will das Bemühen nicht aufgeben, weil die Bienen eine so wichtige Funktion im Zusammenspiel von Mensch, Tier und Natur hätten.

Die im Obernkirchener Verein zusammengeschlossenen Imker wollen deshalb im Laufe des Jahres neue Vorträge und Informationsveranstaltungen anbieten. Für die Verpflichtung von Fachreferenten gibt es Zuschüsse aus EU-Mitteln. Das unterstreicht, welche Bedeutung auch die Europäische Union der Bienenzucht beimisst.

Wenigstens einmal im Jahr möchte die Vorsitzende eine öffentliche Veranstaltung zum Thema „Der Garten als Bienenweide“ anbieten, kündigte sie auf der Versammlung an.

Als Besucher werden dort vor allem Landwirte, Gärtner und Naturschützer erwartet. Außerdem wollen sich die heimischen Imker bei einem „Tag der offenen Tür“ im Brockmannschen Garten und beim Adventsbasar im Stift präsentieren. Die monatlichen Zusammenkünfte stehen weiterhin im Gelldorfer Hofcafé an.

Gundula Piehl, die wiedergewählte Erste Vorsitzende des Imkervereins Obernkirchen und Umgebung, verabschiedet Erich Klasmeier, der 23 Jahre lang als Schatzmeister tätig war. Seine Nachfolge tritt Elke Crede aus Rolfshagen an. Foto: sig




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