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Tag der offenen Tür an der Hildburgschule

„Olle Römer“ rühren an der IGS Werbetrommel für Latein

RINTELN. Drei junge „olle Römer“ eilen durch die Gänge der Hildburgschule. Es sind Marvin, Maxim und Kevin aus der 7. Klasse, die sich verkleidet haben und Werbung machen für den Latein-Unterricht, den man tatsächlich an der Integrierten Gesamtschule wählen kann. Es ist Tag der offenen Tür, und die IGS präsentiert sich als Schule mit vielfältigen Wegen in die Zukunft.

veröffentlicht am 11.03.2018 um 16:49 Uhr
aktualisiert am 11.03.2018 um 23:11 Uhr

Lehrerin Hannah Wömpner mit den Lateinschülern (v. li.) Kevin, Marvin und Maxim. Foto: cok
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Cornelia Kurth Reporterin zur Autorenseite
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RINTELN. Drei junge „olle Römer“ eilen durch die Gänge der Hildburgschule. Marvin, Maxim und Kevin aus der 7. Klasse haben sich verkleidet und machen Werbung für den Latein-Unterricht, den man tatsächlich an der Integrierten Gesamtschule wählen kann. Es ist Tag der offenen Tür, und die IGS präsentiert sich als Schule mit vielfältigen Wegen in die Zukunft.

Hier kann man nicht nur Haupt- und Realschulabschlüsse machen, sondern auch den erweiterten Sekundarabschluss, mit dem es möglich ist, die Schullaufbahn an den Beruflichen Gymnasien oder am Gymnasium Ernestinum fortzusetzen. „Unsere Schule ist für Kinder gedacht, die insgesamt etwas mehr Zeit brauchen“, erklärt Schulleiter Torsten Rudolf den Eltern und Grundschülern. Da man an der IGS nicht sitzen bleibt und Kurse mit unterschiedlichen Ansprüchen wählen kann, ist der Leistungsdruck nicht so groß wie am Gymnasium.

„Die Wahl der geeigneten Schulform ist so wichtig für das Lebensgefühl der Schüler“, so Rudolf. „Nicht kann deprimierender sein, als sich nach der Grundschule am falschen Ort zu fühlen und kaum noch Erfolgserlebnisse zu haben.“ Es sei so viel besser, wenn ein Kind an der IGS seine Freude am Lernen behalte und später dann eventuell in eine Oberstufe wechsele, als wenn es, umgekehrt, am Gymnasium scheitere und dann erst an die IGS „geschickt“ werde. „Die Grundschüler sind so positiv eingestellt, das sehen wir immer wieder“, sagt Rudolf. „Wir wollen diese Begeisterung erhalten.“

Jonas, Julian, Yanneck und Mert führen ein kleines Chemieexperiment vor. Foto: cok
  • Jonas, Julian, Yanneck und Mert führen ein kleines Chemieexperiment vor. Foto: cok
Empfangskomitee: Lars, Marcel und Max. Foto: cok
  • Empfangskomitee: Lars, Marcel und Max. Foto: cok

Sie ist auf jedenfalls überall zu spüren an diesem „Tag der offenen Tür“. Empfangen werden die Gäste von Schülerteams, die ihnen Tipps geben, welche der vielen Aktionen in den einzelnen Klassenräumen sie besonders interessieren könnten. Wer will, kann die Schule an der Seite eines „Schulführers“ erkunden. Es wird gekocht, fotografiert und aus dem Chemieraum kommen einem spannende Gerüche entgegen: Hier wird experimentiert. Im Raum für den Lateinunterricht gibt es nicht nur leckeres Essen aus der Römerzeit, sondern Schüler erklären auch, was sie an Latein so toll finden. „Die Sprache ist gar nicht tot“, sagt Maxim. „Und man lernt auch ziemlich viel über Geschichte.“

Das Offenhalten von Wegen an die gymnasiale Oberstufe – Französisch gibt es ebenfalls an der IGS – ist ein Aspekt des Schulkonzepts. Dafür arbeitet die IGS auf vielen Ebenen mit den anderen Rintelner Schulen zusammen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der kontinuierlichen Berufsorientierung. Man will den Schülern die gute, alte Botschaft vermitteln, nämlich, dass man nicht für die Schule, sondern für das Leben lernt. Dazu gehören unter anderem ein einwöchiges Berufsberatungsprojekt, die Zusammenarbeit mit Betrieben und der Agentur für Arbeit, und auch die Vorträge von ehemaligen Schülern, die aus ihrem Berufsleben erzählen.

„Wir stehen nicht in Konkurrenz zu den Gymnasien, nein, wir ergänzen uns gegenseitig“, meint Torsten Rudolf. „Wir alle wollen für jedes einzelne Kind das Beste erreichen, und darauf sind wir wirklich stolz.“

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