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Um die Schöpfung zu bewahren, wird der Umgang mit Ressourcen auch bei St. Jacobi auf den Prüfstand gestellt

Operation „Grüner Hahn“: So spart die Kirche Energie

Rodenberg (bab). Die Kirchengemeinde St. Jacobi hat in Sachen Umweltmanagement eine Bestandsaufnahme gemacht. Der aktuelle Stand der Entwicklungen im Projekt „Grüner Hahn“ wird bei der nächsten Kirchenvorstandssitzung Mitte Februar vorgestellt.

veröffentlicht am 07.02.2010 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 18:22 Uhr

Die evangelische Kirchengemeinde an der Grover Straße hatte sich vor mehr als einem Jahr entschlossen, am Projekt „Grüner Hahn“ mitzumachen. Die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover hat wie andere Landeskirchen auch ein kirchliches Umweltmanagementsystem eingeführt, an dem sich die Gemeinden beteiligen können. Bei St. Jacobi hatte sich ebenfalls eine Gruppe gefunden, die nach dem Leitwort „Schöpfung bewahren“ ihren Umgang mit Ressourcen auf den Prüfstand stellt und Umweltleitlinien formuliert. Bei Schulungen hatten sich Horst Roch und Lutz Müller zum Umweltbeauftragten der Gemeinde befähigen lassen.

„Wir arbeiten mit sieben bis acht Leuten“, sagt Roch, der mit Müller weitere Mitglieder der Gemeinde in die Thematik eingearbeitet hat und die auch an Fortbildungen teilnahmen. Die Gruppe hat inzwischen Daten erfasst. Aus den vorliegenden Ergebnissen werden konkrete Vorschläge erarbeitet, die dem Kirchenvorstand vorgestellt werden.

„Es ist ein Riesenaufwand gewesen, die Bestandserfassung zu machen“, sagt Roch. Bei alten Gebäuden gebe es eine Menge Handlungsbedarf. Doch entsprechende Maßnahmen müssen auch finanzierbar sein. Als große Schwachpunkte sieht die Gemeinde die Fensterfront im Gemeindehaus und dessen Fassade an. Wie Gerhard Matthias vom Bauausschuss der Gemeinde sagte, werden demnächst auch vom Kirchenkreis alle Gemeindegebäude begutachtet, um den Sanierungsbedarf festzustellen.

Eine technische Maßnahme ist vom Umweltmanagement bereits umgesetzt worden. Vor einem Jahr konnte St. Jacobi die Heizleistungen für Kirche, Gemeindehaus und Pfarrhaus noch nicht getrennt erfassen. Im Juni vergangenen Jahres sind Wärmezähler eingebaut worden. Jetzt kann der Verbrauch von jedem der drei Gebäude kontrolliert werden. So könne man später auch ermitteln, wie sich Veränderungen an oder innerhalb von Gebäuden auswirken. Für die Kirche seien zudem Geräte angeschafft worden, die Daten zur Entwicklung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit liefern.

Doch „bis ins Büromaterial“ hinein sei die Datenerhebung der Gruppe„Grüner Hahn“ gegangen, so Roch. Ziel sei, später gut und verantwortlich zu wirtschaften und dadurch zur Verbesserung der Lebenssituation und der Nachhaltigkeit beizutragen. „Es gibt überall Ansätze“, meint Roch. „2010 werden wir einen Antrag stellen, dass ein Teil der Maßnahmen bezahlt wird.“ Für den „Grünen Hahn“ bestehe bei der Landeskirche ein eigener Fördertopf.




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