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Zur Loccumer Orgeleinweihung am 10. März sollen alle Register gezogen werden können

Orgelaufbau ist wie ein Adventskalender

Loccum. Ein Orgelfest mit Gottesdienst und Konzert wird am Sonntag, 10. März, im Kloster Loccum gefeiert. Die neue Orgel soll so musikalisch eingeweiht werden.

veröffentlicht am 21.02.2013 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 23:42 Uhr

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Werke von Johann Sebastian Bach sollen auf jeden Fall dabei sein, wenn Stiftskantor Michael Merkel zum ersten Mal im Gottesdienst auf der neuen Seifert-Orgel spielen wird. Das heißt: wenn 44 Register eingebaut, mehr als 3000 Pfeifen gestimmt und alle Wandelemente eingehängt sind.

So mancher, der in den Wochen seit der Wiedereröffnung im Dezember in der Kirche war, hat das Orgelspiel schon einmal gehört. Schließlich verbringt der Stiftskantor so manche Stunde an dem Instrument. Aber dann, zur eigentlichen Einweihung, dann wird es ungefähr so sein wie am Heiligen Abend, meint Merkel – alle Töne können erklingen, aller Jubel erschallen. Momentan sei es noch wie Advent, wie ein Türchen an jedem Tag. Ungefähr das ist der Rhythmus, in dem die Register der Orgel derzeit eingebaut werden.

Mehr Klangfülle also Tag für Tag – und schon jetzt ist der Kantor verliebt in dieses Instrument. „Man muss weit fahren, um solch eine Klangfülle hören zu dürfen“, sagt er und überlegt kurz. Es könne sein, dass er in Göttingen schon einmal auf einer ähnlich schönen Orgel habe spielen dürfen, meint er.

Der Kantor ist also begeistert. Und diese Begeisterung will er jetzt an die Besucher der Stiftskirche weitergeben. In zwei Teilen können diese zur Einweihung der Orgel hören, wovon Merkel schwärmt: zunächst im 10-Uhr-Gottesdienst am Sonntag, 10. März. Und dann noch konzertant am Abend dieses Tages. Für 17.30 Uhr ist das Konzert geplant – und etliche Organisten aus dem Umkreis setzen sich dann an die Orgel. Musik aller Stilistiken und aus vielen Jahrhunderten soll dann erklingen, sagt Merkel, um einen Eindruck von den Möglichkeiten der Orgel zu vermitteln. Zurücklehnen, lauschen und einfach nur genießen, heißt es dann.

Der Gottesdienst am Morgen wartet auch mit Musik auf. Diese Ehre bleibt Merkel selbst vorbehalten. Direkt im Anschluss an den Gottesdienst wird die Orgel mit Worten vorgestellt. Der Abt des Klosters, Horst Hirschler, wird dazu den Orgelbauer und den Intonateur, den Architekten, Sachverständige und selbstverständlich auch den Stiftskantor befragen. Eine Besichtigung der Orgel ist möglich, ein kleiner Sektempfang gehört dazu, und wer Fragen hat, kann sie stellen.

Der Eintritt zu dem Konzert – und selbstverständlich auch zu dem Gottesdienst – ist frei.

Wer gerne selbst einer der Bausteine sein möchte, die die neue Orgel im Kloster ermöglicht haben, hat die Möglichkeit, eine Patenschaft für eine der Orgelpfeifen zu übernehmen. Noch fehlen rund 20 000 Euro für die Finanzierung des Instruments. Patenschaften für kleine Pfeifen können für 50 Euro abgeschlossen werden, wer Pate für die größten Pfeifen sein möchte, kann sich mit 1000 Euro einkaufen. Interessenten für die Orgelpfeifen-Patenschaften können sich mit Michael Merkel unter (0 57 66) 20 95 43 in Verbindung setzen.




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