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Pablo und Luis

Santa Cruz de Tenerife / Puerto de la Cruz. Pablo hat in Puerto de la Cruz, wo die Wellen des Atlantiks gegen die Insel schlagen, ein kleines Café. Draußen stehen zehn, vielleicht zwölf Stühle und drei, vier Tische unter leuchtend-roten Sonnenschirmen. Wenn die Brandung ruft, dann hört Pablo zu. Er sitzt dann einfach nur so da vor dem eigenen Café und freut sich wie ein kleiner Junge, nicht in einer Großstadt geboren worden zu sein, sondern auf einer sonnendurchfluteten Insel. „Gibt es Schöneres?“, fragt er und beantwortet seine Frage selber, noch bevor andere es tun könnten. „Nein, gibt es nicht!“

veröffentlicht am 01.11.2012 um 11:34 Uhr

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Wenn man sich Pablo anschaut, das Hemd bis zur Brust aufgeknöpft, die leicht angegrauten Haare ein bisschen zerzauselt und das Gesicht mit einem freundlichen Lächeln versehen, dann kann man sein Glück verstehen. Er sieht entspannt aus, hat eine hübsche Frau, er hat drei wohlgeratene Kinder und – eine Insel, die er „Mama“ nennt. Mama Teneriffa. Natürlich klingt das pathetisch, aber warum auch nicht. „Mama“ erdet ihre Menschen mitten im Meer.

Schau an, da kehrt Luis von seiner Bootstour zurück. Ein Fischer aus San Andrés. Die beiden sind schon seit langer Zeit Freunde. Pablo lernte Luis beim Fußball kennen, als sie in einem Flugzeug saßen, das sie in die Millionenstadt Madrid brachte, wo der Club Real den FC Barcelona im Pokalspiel empfing. Die beiden erinnern sich gut, obwohl diese Reise aufs spanische Festland bereits über zwei Jahrzehnte zurückliegt. Sie waren seither nicht mehr im Stadion. „Zuviel Lärm und zu viele Menschen. Das ist nichts für mich. Ich bleibe lieber hier auf meiner Insel“, sagt Luis. Vorhin war er hinausgefahren, hatte einen guten Fang, den er an die heimischen Restaurants verkaufte, nicht an Pablo, der hat schließlich nur ein Café und braucht keinen Fisch. Aber für einen Espresso mittendrin besucht ihn Luis gerne einmal. Kleine Pause nach getaner Arbeit.

„Weißt Du, was an ,Mama’ Teneriffa so schön ist? Es ist das Gesicht. Es bietet so viele unterschiedliche Facetten. Im Norden ist die Insel grün, im Süden zuweilen wie eine Wüste. Und mittendrin erstreckt sich eine Bergkette, die wie ein Rückgrat für die ganze Insel wirkt“, sagt Pablo. Wenn es regnet, dann würde zwar der Himmel weinen, aber nicht „Mama“. Jedesmal gerät Pablo ins Schwärmen, wenn er von seiner Heimat erzählt. Er teilt sie gern mit anderen Menschen, nicht nur mit den Bewohnern, sondern auch mit den Touristen. Davon lebt er. „Und wer nach Teneriffa kommt, will gottlob keinen Ballermann-Tourismus“, sagt Pablo. Den mag er nämlich überhaupt nicht.

Am Horizont das aufgewühlte Meer, im Vordergrund die abwechslungsreiche Landschaft: Teneriffa weiß mit vielen Facetten zu begeistern. Fotos: Globalis Erlebnisreisen

Nein, wer in Teneriffa aus dem Flugzeug steigt, freut sich mehr auf die schöne Landschaft und will kein Party-Gegröle. Das heißt ja nicht, dass hier nichts los ist, im Gegenteil. Teneriffa bietet sehr gute Gastronomie, fröhliche Menschen und fröhliche Feste in einigen wirklich wunderbaren Orten wie Masca, La Laguna oder eben Puerto de la Cruz sowie eine Küstenlinie, die von ewig rollenden Wellen und Gischten erzählt, die mal zerklüftet ist und dann wieder liebliche Strände und Buchten bereithält. Und dann erst das Klima: herrlich warm und eben nicht heiß im Sommer und herrlich angenehm und eben nicht kalt im Winter. Wenn im Weserbergland noch Väterchen Frost zu Gast ist, lockt „Mama“ Teneriffa schon mit dem Frühling. Alles in allem: ein Dauerfrühling, irgendwie.

„Schenk noch mal ein, Pablo“, ruft Luis seinem Freund zu, als der hinter der Theke gerade die Gläser spült. „Noch einen Espresso?“ fragt er. „Nein, Kaffee habe ich jetzt genug. Gib mir ein Glas Rotwein, ich fahre heute ja doch nicht mehr hinaus.“ Momente wie diese genießen die beiden. Kann man verstehen.

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