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Parkplätze für den Ortskern

Freie Fläche am Ratskeller wird umgestaltet / Steege: Gastronomie-Ansiedlung prüfen

veröffentlicht am 28.10.2014 um 18:26 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 20:22 Uhr

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Rodenberg. Die Würfel sind gefallen: Auf dem Amtsplatz in Rodenberg entstehen weitere Parkplätze. Das nach dem Abriss eines Gebäudeteils freie Areal hinter dem Ratskeller wird derzeit entsprechend hergerichtet.

Auf Anfrage dieser Zeitung bestätigte Bürgermeister Ralf Sassmann, dass der Verwaltungsausschuss für eine Parkplatzpflasterung votiert hat. Diese werde momentan umgesetzt, außerdem sei die Giebelsanierung des Ratskellers im Gange. Nach langen Diskussionen habe weitgehend Einigkeit geherrscht, so Sassmann. Es sei zunächst darum gegangen, die Bauzäune verschwinden zu lassen und das Areal nutzbar zu machen. Ziel sei eigentlich gewesen, dies bis zum Martinimarkt zu erledigen, was aber nicht mehr klappen werde.

Reichlich unterschiedliche Wünsche hatten in Bezug auf die freie Fläche bestanden. Die CDU wünschte sich zusätzliche Gastronomie. In einer Umfrage dieser Zeitung war außer von Parkplätzen auch von einem möglichen Standort für eine Drogerie die Rede gewesen.

Erst einmal, so Sassmann, ist das Thema Gastronomie vom Tisch. Der WGR-Politiker geht auch davon aus, dass es kein grünes Licht mehr für ein vollwertiges Restaurant geben wird. Möglich sei allenfalls ein Anbau für einen kleineren Gastronomiebetrieb, wobei aber die Gestaltung mit dem Erscheinungsbild des Amtsplatzes abzustimmen sei. Was dort möglich ist, wird aber nicht jetzt beraten, denn für das Feierjahr 2015 – dann wird das 400-jährige Stadtrechtejubiläum gewürdigt – geht Sassmann davon aus, dass keine Veränderungen vorgenommen werden.

In einem gemeinsamen Antrag hatten CDU und WGR Anfang Oktober noch die Ansiedlung eines Gastronomiebetriebs in Betracht gezogen. CDU-Sprecher Erhard Steege hält daran auch nach wie vor fest. Die Vorstellungen gehen von einem Anbau von der Größe eines Wintergartens bis zu einem massiven Objekt mit viel Fensterfläche. Gegenüber dieser Zeitung sagte Steege, dass die CDU mehr oder weniger aus Vernunftgründen eingewilligt habe, jetzt einen Parkplatz zu bauen. Ihm sei bewusst, dass Geld verschwendet würde, sollte der Platz nach kurzer Zeit wieder aufgerissen werden zugunsten eines Anbaus.

Sassmann will die Angelegenheit mit Vorsicht weiterberaten lassen. Denn es müsse geklärt werden, welcher konkrete Bedarf hinsichtlich zusätzlicher Gastronomie herrsche. Es dürften auch nicht bereits ansässige Betriebe geschwächt werden. Eine Absage erteilte der WGR-Politiker der Forderung nach einem Hotelgebäude. Die Stadt könne schlecht in eine solche Immobilie investieren, wenn andererseits das Geld für Straßenreparaturen fehle. Ein Investor finde sich für ein Hotelgebäude ebenfalls nicht.

Sassmann verweist auf die Aldi-Debatte: Er gehe noch immer davon aus, dass eine Lösung für die Expansion gefunden wird und dass dann auch eine Drogerie an den Amtsplatz zieht. „Dann brauchen wir jeden Parkplatz, den wir kriegen können“, betont Sassmann.




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