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Angelsportverein „Auetal“ Pohle verbessert Schulungs- und Prüfungsverlauf für Hobbyangler

Pendelwurf vom Pflasterfeld am Plötzensee

Messenkamp (nah). 39 Freizeitfischer wollen demnächst mit offizieller Billigung auf Beutezug gehen. Sie lassen sich gegenwärtig vom Angelsportverein (ASV) „Auetal“ Pohle in Praxis und Theorie schulen und prüfen. Der erste Teil fand jetzt vor der malerischen Kulisse des Messenkämper Plötzensees statt.

veröffentlicht am 22.11.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 05:41 Uhr

Bisher mussten die Angeln noch im Lauenauer Volkspark vor fachkundigen Augen ausgeworfen werden. Doch künftig steht am Ufer des ehemaligen Ziegeleiteichs eine perfekte Casting-Anlage zur Verfügung: Sieben Pflasterfelder wurden angelegt, damit in Distanzen zwischen zehn und 25 Metern Pendel-, Überkopf- und Weitwurf auf die sogenannte Arenberg-Scheibe geübt werden können. Diese besteht aus einem 75 Zentimeter breiten Mittelteller und weiteren Ringen, an denen sich die Zielgenauigkeit ablesen lässt.

Den aufmerksamen Augen von Wilfried Wehrmann entgeht dabei nichts: Seit über vier Jahrzehnten kontrolliert er die Prüflinge beim Praxistest. Die Theorie im ASV lehrt der zweite Vorsitzende Jan-Walter Schade. Insgesamt drücken die Teilnehmer, die aus dem Landkreis Schaumburg und der Region Hannover kommen, 30 Stunden lang die Schulbank und leisten rund zehn Praxisstunden.

Ein Misserfolg ist nicht ausgeschlossen: „Es kommt schon vor, dass Prüfungen nicht bestanden werden“. Deshalb erwartet Schade Lernfleiß. Wer das Zertifikat nicht erwirbt, darf die vielleicht schon vorhandene Angel wieder an den Haken hängen: Erst die bestandene Prüfung berechtigt zum Erwerb des Fischereischeins oder zur dauerhaften Mitgliedschaft in einem Angelsportverein.

Apropos Sport: Nicht die Jagd auf die Schuppentiere macht den Wettkampf in der Fischerei aus, sondern der zielgenaue Wurf. Deshalb gilt das Casting als eine Disziplin im Angelsport. Und damit gelegentliche Besucher des Plötzensees das auch entsprechend registrieren, hat Gewässerwart Erwin Hasenpusch ein großes Schild mit dem entsprechenden Hinweis geschnitzt und angebracht. „Aus Liebe zum Verein und zu diesem Gelände gespendet“, zeigt er stolz auf die handwerkliche Arbeit.

Es wäre nicht nötig gewesen. Hasenpuschs sorgfältige und naturschonende Hand ist rund um das Gewässer zu erkennen. Auch deshalb bleibt der Plötzensee nur Mitgliedern vorbehalten. Auswärtige Sportfischer, die eine Gastkarte erwerben, dürfen nur am Pohler Wiesenweiher auf Beutefang gehen.




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