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Samtgemeinde-Boulemeisterschaft: „Jessen-Family“ aus Ahnsen schaltet ehemaligen Kreismeister aus

Phönix aus der Asche: Winkelbuben sind Meister

Eilsen (sig). Wenn schon bei der Fußball-EM so mancher Favorit auf der Strecke geblieben ist, darf dieser Fall auch bei einer Samtgemeinde-Boulemeisterschaft eintreten. Der frühere Kreismeister „Boule au fer“ aus Luhden war von der Rolle und landete nur auf dem vierten Platz. Und mit dem neuen Titelträger, den „Winkelbuben“, hatte auch niemand gerechnet.

veröffentlicht am 03.07.2012 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 02:41 Uhr

„Endlich wieder einmal ein Sieger aus Bad Eilsen“, frohlockte Bürgermeisterin Christel Bergmann, als die letzte Kugel ausgerollt war. Sie hatte lange auf diesen Tag warten müssen, denn in den letzten Jahren kamen die Titelträger immer aus der Schaumburger Boule-Hochburg Luhden.

Im Vorjahr lösten überraschend die „Grauen Wölfe“ den mehrfachen Samtgemeindemeister „Boule au fer“ ab. Diesmal erwartete man eine Revanche. Aber es kam ganz anders. Beide Teams trafen im Halbfinale aufeinander. Und dort siegten wieder die erfolgshungrigen „Wölfe“. Genau mit dem gleichen Ergebnis (8:13) verlor Boule au fer anschließend auch das Spiel um den dritten Platz gegen die Jessen-Family und damit die direkte Anwartschaft auf einen Platz bei den Kreismeisterschaften.

Deutlich weiter vorn hatte man die 1. Mannschaft des TSV Ahnsen erwartet. Der Mitfavorit verlor gegen Boule au fer in der Vorrunde sogar mit 1:13 und schied nach einer Niederlage gegen das eigene Damenteam sang- und klanglos aus dem Turnier aus.

Für eine weitere dicke Überraschung sorgte die „Jessen-Family“ aus Ahnsen. Sie schlug das spielstarke LSV-Team „Carreau“ mit 13:2 und stieß bis ins Halbfinale vor. Dort wehrten sich Vater Jörn, Mutter Nicole und Sohn Pitt gegen die „Winkelbuben“ nach Kräften. Nach der knappen 10:13-Niederlage gab es im Spiel um den dritten Platz einen unerwarteten 13:8-Erfolg gegen Boule au fer und damit erstmalig einen Startplatz bei den Kreismeisterschaften.

Im Finale standen sich zwei Teams der Gruppe B gegenüber. Da hatten die Winkelbuben bereits in der Vorrunde mit einem 13:5 gegen die „Wölfe“ aufhorchen lassen. Nach einem schnellen Start mit 5:0 marschierte der neue Meister beim 13:3 im Endspiel noch souveräner zum Titel. „Das ist etliche Jahre her, dass wir hier zu den Favoriten zählten und das Finale erreichten“, ließ ein sichtlich froh gestimmter Teamchef Peter Buschmeier verlauten.

Nur einmal sind die Winkelbuben knapp an einer Niederlage vorbeigeschrammt. Da lagen sie gegen ein Team der Luhdener Boulefreunde bereits mit 0:10 zurück und konnten die Partie doch noch drehen.

Verdientes Lob erhielten Hans-Jürgen Winkelhake und Christel Bergmann. Sie richteten die Endrunde im Englischen Garten vorbildlich aus und sorgten mit Unterstützung des Mosaik-Teams auch für das leibliche Wohl der Akteure und Zuschauer. Die Siegerehrung nahm der stellvertretende Samtgemeinde-Bürgermeister Kai Alack vor. Er überreichte Medaillen in Gold, Silber und Bronze sowie einen Siegerpokal. Christel Bergmann bedachte die Zweiten und Dritten mit Gutscheinen für die Eisdiele.




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