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Rückhaltebecken "Auf der Portugall": Gemeinderat Buchholz treibt die Planung voran

"Plan B" ist um 11 000 Euro günstiger

Buchholz (thm). Mit der Regenrückhaltung im Bereich "Auf der Portugall" hat sich am Dienstagabend der Gemeinderat Buchholz befasst. Eine endgültige Entscheidung ist dort nicht gefallen: Noch ist offen, auf welcher Fläche der bauliche Eingriff in die Natur ausgeglichen werden kann. Bürgermeister Hartmut Krause (WiB) berichtete dem Gemeinderat von einem Termin, zu dem sich Anfang Juni der Gruppen- und der Fraktionsvorsitzende mit Vertretern des Ingenieurbüros Kirchner getroffen hatten. Dabei waren Vor- und Nachteile der "Hauptstrom-" und der "Nebenstrom"-Lösung für das neue Rückhaltebecken neben der Bahntrasse diskutiert worden. Dabei hatten sich aus Sicht der Ortspolitiker mehrere Nachteile der Hauptstromlösung herausgestellt.

veröffentlicht am 17.07.2008 um 00:00 Uhr

Der das Rückhaltebecken umgebende Wall wäre gerade mal durch die einen halben Meter breite Entwässerungsmulde von dem Schotterweg entfernt, der nördlich an dem Becken vorbei- und auf die Straße Zum Eichkamp zuläuft. Zwar wäre das Fassungsvolumen dieser Variante gegenüber der Nebenstromlösung um 150 Kubikmeter größer - ein Vorteil, der allerdings mit 11 000 Euro zusätzlicher Kosten teuer erkauft werden müsste. Die Kompensationsfläche, mit welcher der durch den Bau entstehende Eingriff in die Natur ausgeglichen werden muss, wäre größer. Verglichen mit der anderen Lösung, müsse auch die Betriebssicherheit als "kri- tischer" beurteilt werden, da ein "ständiger Abfluss durch die Rückhaltung" zu gewährleisten wäre - mit der Folge intensiverer Wartung, um einen Rückstau durch Verstopfen der Drosseleinrichtung zu verhindern. "Wegen all dieser Argumente haben die an dem Treffen Beteiligten der Firma Kirchner den Auftrag erteilt, die Nebenstromlösung zu planen", gab Krause den aktuellen Stand der Dinge wieder. Der Termin zeitigte ein weiteres Ergebnis: Wie Krause vortrug, kann das als Ausgleichsfläche vorgesehene Areal nahe der Schlingmühle nach Auskunft der Unteren Naturschutzbehörde beim Landkreis Schaumburg nicht genutzt werden. Hintergrund ist der Wunsch der amtlichen Naturschützer, die Ausgleichsfläche möglichst nah an der Aue anzulegen.




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