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Klavierkonzert mit Swetlana Strecker in der Grundschule / Ungewöhnliche Spendenaktion hilft armen Kindern

Plüschtiere, Bücher und Spielzeug als "Eintrittsgeld"

Rehren (la). Rund 300 Kinder haben in der Grundschule Auetal Swetlana Strecker gelauscht, die am Klavier Stücke aus dem Album "Tanz der Puppen" von Dimitrij Schostakowitsch spielte. Die ehemalige Lehrerin Brigitte Winkel erzählte dazu die Geschichte von einem Prinzen, der auf einem bunten Planeten lebte und traurig war, weil er nicht tanzen konnte. Diese Geschichte hat Swetlana Strecker geschrieben. Die Kinder waren von der Musik und der Erzählung begeistert und klatschten am Ende des Konzertes kräftig für die Künstlerin.

veröffentlicht am 21.12.2006 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.03.2018 um 17:19 Uhr

Doch das Konzert war für die Kinder nicht nur ein musikalischer Höhepunkt, sondern hatte auch einen pädagogischen Hintergrund und diente einem guten Zweck. Da Swetlana Strecker für ihre Auftritte nie Geld nimmt, hatte sie zu einer Spendenaktion der besonderen Art aufgerufen. Die Kinder sollten kein Geld bezahlen oder spenden, sondern ein Spielzeug oder Kuscheltier mitbringen, das an andere hilfsbedürftige Kinder weitergegeben werden soll. "Ich habe meinen Struppi mitgebracht", sagt die neunjährige Nadine und zeigt ihren Stoffhund. "Und ich habe zwei tolle Bücher abgegeben, die ich aber schon gelesen habe", berichtete die achtjährige Svenja über ihr Konzert-Mitbringsel. Über 300 Plüschtiere, Bücher und andere Spielsachen sind als "Eintrittsgeld" für das Schulkonzert gespendet worden. Die Hälfte davon bekommt das Jugendamt des Landkreises Schaumburg, um Kindern aus bedürftigen Familien eine Weihnachtsfreude machen zu können. Und die andere Hälfte geht an die Rumänienhilfe von Maren und Gero Sartorius in Wendthagen. Sie unterstützen eine Roma-Kolonie am Rande von Varsolt. Dort leben die Menschen in unbeheizten, zugigen und feuchten Häusern und leiden sehr große Not. Die Eheleute Sartorius planen die Errichtung und den Betrieb eines Kinderhauses. Sie wollen Kindern dort einen geheizten, trockenen Raum bieten, täglich eine warme Mahlzeit und eine Betreuung bei den Hausaufgaben und beim Spielen. Mit den im Auetal gespendeten Spielsachen wollen sie den Kindern in Rumänien zu Weihnachten eine Freude bereiten. Aber auch die Auetaler Jungen und Mädchen profitieren von der Aktion. Sie haben gelernt abzugeben und wissen nun, dass es Kinder auf der Welt gibt, die in großer Armut leben.




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