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Sprechstunden künftig im Dorfgemeinschaftshaus oder im Aufenthaltsraum der Ortsfeuerwehr

Politik räumt Büro für Feuerwehr-Nachwuchs

Bückeburg (bus). Die Nachwuchsorganisation der Ortsfeuerwehr Scheie hat in der kurzen Zeit ihres Bestehens schon mancherlei bewerkstelligt. Dass im Trophäenregal der erst 2008 ins Leben gerufenen Jugendabteilung bereits zwei Stadtmeisterpokale zu finden sind, stellt das Geschick der Mädchen und Jungen nachdrücklich unter Beweis. Jetzt tat sich aber ein Problem auf, das sie nur mit fremder Hilfe lösen konnten – die jungen Blauröcke litten unter akuter Raumnot. Ortsbürgermeister Friedrich Meyer und die Mitglieder des Ortsrates fanden einen pragmatischen Ausweg aus der verzwickten Situation.

veröffentlicht am 01.12.2009 um 23:00 Uhr
aktualisiert am 07.11.2016 um 12:41 Uhr

Die Lokalpolitiker beschlossen nach ausführlicher Diskussion, fürderhin auf die Nutzung des Gemeindebüros zu verzichten und die drei im örtlichen Feuerwehrhaus befindlichen Räume der Jugendfeuerwehr zur Verfügung zu stellen. Der Beschluss wurde mit dem Zusatz „bis auf Widerruf“ versehen. Womit das Gremium Rücksicht auf die Auffassungen zukünftiger Volksvertreter nahm. „Ich lege derzeit keinen Wert auf die Inanspruchnahme der Räumlichkeiten“, betonte Meyer. Das benachbarte Dorfgemeinschaftshaus biete in ausreichendem Maß Platz für Unterredungen.

Ortsbrandmeister Andreas Dettmer legte der Versammlung die beengten Verhältnisse im Domizil der Blauröcke mit einem anschaulichen Beispiel dar: „Wenn ich mein Büro vorwärts verlassen will, muss ich es rückwärts betreten.“ Die jetzige Lösung gefalle ihm auch deshalb, weil sie „eine kostenneutrale Geschichte“ und „wenig baulicher Aufwand“ erforderlich sei. Dettmer bot an, den Aufenthaltsraum der Wehr für Bürgermeistersprechstunden zur Verfügung zu stellen. Vor der Übergabe soll der Aktenbestand gesichtet und auf Wichtigkeit überprüft werden.

In mehreren Sachstandsberichten erfuhren die Lokalpolitiker unter anderem, dass die im Norden Scheies geplante Querungshilfe noch in diesem Jahr mit der Anpflanzung von sieben Bäumen in Angriff genommen werden soll. Für die endgültige Realisierung seien im Haushalt 2010 zwar 50 000 Euro beantragt worden, hieß es von Verwaltungsseite, ob es dabei bleibe, könne indes nicht mit Sicherheit gesagt werden. Von der für den südlichen Ortseingang diskutierten Fahrbahnmarkierung mittels sogenannter Haifischzähne bleibt Scheie verschont. Sie wurde während eines Ortstermins von den zuständigen Landkreisvertretern kategorisch abgelehnt. Sachstand Türen/Fenster Feuerwehrgerätehaus: Mittel sind beantragt. Sachstand Verkehrszählung Jagdweg: Das Ordnungsamt bleibt am Ball.

Ortsbürgermeister Meyer wies auf in der Landeskirche Schaumburg-Lippe geführte „Gedankenspiele“ hin, die sich mit einem Neuzuschnitt der Kirchengemeinden beschäftigen. In diesem Zusammenhang werde erörtert, Scheie dem Kirchspiel Meinsen-Warber-Rusbend zuzuschlagen.




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