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VfL-Präventionskurs soll stark machen / Wie man auf verbale und körperliche Gewalt reagieren kann

Polizei testet Stärke der Kinder

Bad Nenndorf. Mit einem Experiment haben Mitarbeiter der Polizei Bad Nenndorf getestet, ob der VfL-Präventionskurs „Kinder stark machen“ etwas gebracht hat. Nachdem die zwölf teilnehmenden Kinder zum Abschluss des Kurses ihre Urkunden bekommen hatten, verließen sie in Zweiergruppen die VfL-Dorado-Halle, ohne zu wissen, dass es draußen noch eine Herausforderung gab.

veröffentlicht am 28.05.2013 um 19:03 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:42 Uhr

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Eine Polizistin in Zivil wartete vor ihrem Auto, um zu testen, ob sich die Kinder dazu überreden ließen, ins Auto einzusteigen. Erst zwei Jungs, dann zwei Mädels spazierten an der Polizistin vorbei, ließen sich zwar zunächst auf einen kurzen Wortwechsel ein – „Ich habe kleine Katzen zu Hause, wollt ihr euch die mal ansehen? –, sagten dann aber entschieden „Nein“ und informierten sogar zum Teil den in der Nähe wartenden Polizisten Jürgen Henze, der zum Abschluss des Kurses mit den Kindern geübt hatte, wie sie sich in unterschiedlichen Situationen verhalten sollen, zum Beispiel, wenn sie auf der Straße angesprochen werden.

Was hat dieser Test mit dem Präventionskurs zu tun? In fünf Kurseinheiten haben Grundschüler und künftige Abc-Schützen die eigenen Stärken trainiert, erklärt Elisabeth Meyer-Engelke vom VfL. In Übungen und Spielen sollten sie ihre Stärken kennenlernen und spüren, dass sie wertgeschätzt werden, damit sie unter anderem besser mit Konflikten sowie verbaler und körperlicher Gewalt umgehen könnten. Ganz nach dem Motto: „Wer innerlich stark ist, kann sich nach außen auch besser wehren“, bekamen die Eltern in einem Schreiben mit nach Hause. Der Kurs sei nur der Anfang. „Das waren nur Vokabeln“, jetzt müssten die Eltern mit ihren Kindern weiter üben, sagte Meyer-Engelke – starke Kinder durch starke Eltern.




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