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Schützenfest-Besucher Thomas Wittmann aus den USA ist beeindruckt vom Traditionsbewusstsein

Post aus Amerika für die Rodenberger Vereine

Rodenberg (bab). Großen Eindruck haben die Rodenberger auf ihre Gäste aus den USA gemacht. Thomas Wittmann, Internetauktionator aus der Nähe von New York, hat sich jetzt überschwänglich für die „wundervolle Zeit“ in Rodenberg bedankt. Mister Wittmann hat den Rodenbergern zum Schützenfest nicht nur ihre historische Schützenkette zurückgebracht, die seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges verschwunden war (wir berichteten), sondern zusätzlich 1000 Euro spendiert. Zudem widmete er dem stellvertretenden Stadtdirektor Günther Wehrhahn, den Betreuern des Museums und der Schlossanlagen, Marlies Berndt-Büschen, und Helmut Stille, sowie dem Verantwortlichen für die Windmühle, Thomas Schwarze, jeweils eine Erinnerungstafel.

veröffentlicht am 08.10.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 08:42 Uhr

In den höchsten Tönen hat der Amerikaner, der mit seinen beiden Söhnen Deutschland besucht hatte, den Aufenthalt während des Schützenfestes in einem langen Brief an die Stadt gelobt. Aber nicht nur die Pflege der Jahrhunderte alten Tradition hat Wittmann beeindruckt, sondern der generelle Stellenwert, den Rodenbergs Geschichte für die Bürger hat. Abgelesen hat er dies an „der ausgezeichneten Arbeit“, die für die Windmühle, das Schloss und das Museum geleistet werde.

Mit einem Scheck von 1000 Euro hat Wittmann seine Anerkennung für diese Arbeit hervorgehoben und hofft, damit etwas zum weiteren Erhalt der historischen Gebäude beisteuern zu können. Heimatbund und der Förderverein Schloss Rodenberg wollen das Geld verantwortungsvoll verwenden.

Berndt-Büschen ist beeindruckt, mit welcher Aufmerksamkeit die Amerikaner Zusammenhänge erkannt haben. „Die Rodenberger haben sich das Denkmal noch nie so intensiv angesehen wie die drei“, hat sie festgestellt. Denn sofort sei den Gästen aufgefallen, dass sich dort Namen wiederfinden, die sie bereits von der Schützenkette kannten.

Entgangen ist den amerikanischen Besuchern auch der wahre Kern des Schützenfestes nicht. Er habe festgestellt, „dass das Wettschießen eigentlich nur eine Entschuldigung dafür war, in der ganzen Stadt drei Tage lang Paraden und Feiern abzuhalten“, kombiniert Thomas Wittmann in seinem Brief. Und dieses Spektakel haben Vater und Söhne genossen, was nach ihrer Meinung ohne den Einsatz Günther Wehrhahns nicht möglich gewesen wäre. Durch dessen außergewöhnliches Talent für Organisation und dafür, immer das Richtige zu tun, fühlten sie sich behandelt, „als seien der Kaiser und die kaiserliche Familie zu Besuch in Rodenberg“. Und die Paraden passten zur Stimmung der Gäste. Kleiderordnung, Marschmusik, Kutsche und Hymne, Wittmann und seine Söhne wollen alles in Erinnerung behalten und würden gerne wiederkommen.




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