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Oma Pusch hört das Gras wachsen

Premierenlesung des neuesten Friesenkrimis von Nané Lénard

BÜCKEBURG. Bei der Premierenlesung des neuesten Friesenkrimis von Nané Lénard in der Hofbuchhandlung Frommhold ist kein Platz frei geblieben. Viele Leser wollten hören, wie Oma Pusch im neuen Buch „FriesenLust“ wieder in Neuharlingersiel ermittelt.

veröffentlicht am 17.03.2019 um 13:56 Uhr
aktualisiert am 17.03.2019 um 18:40 Uhr

Signierstunde in einer Pause der Lesung: Die Autorin schreibt jedem eine persönliche Widmung ins Buch. Foto: gn

Autor:

Gabi Nachstedt
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Mit dabei auch Hund Leo – sowohl im Buch als auch bei der Lesung. Zwischendrin gab es leckeres Fingerfood und auch einen Punsch. Am Ende signierte die Autorin ihren neuesten Krimi mit persönlichen Widmungen.

Pünktlich zur Leipziger Buchmesse, die am Ende der Woche beginnt, hat Lénard einen weiteren Friesenkrimi herausgebracht. Es ist inzwischen der vierte, in dem natürlich wieder Lotti Esen, auch Oma Pusch genannt, gemeinsam mit Freundin Rita vor sich hin ermittelt. Schließlich bekommt sie in ihrem Kiosk ja auch eine ganze Menge mit von dem, was in dem etwas verträumten Küstenort Neuharlingersiel so vor sich geht.

Vertraute Personen aus den ersten Büchern dieser Reihe tauchen wieder auf. So auch der alte Fischer Hinnerk, der sich nun um die Witwe Lina Hansen bemüht. Auf einer gemeinsamen Schifffahrt nach Spiekeroog entdecken sie am Pfahl Nummer sechs der Hafenausfahrt einen nackten „Mors“ mit Tattoo im Wasser treiben. Natürlich wird sofort Oma Pusch informiert, die im kleinen Motorboot mit Rita der Sache auf den Grund gehen will. Aber selbst mit Taucherbrille lässt sich in dem trüben, aufgewühlten Nordseewasser nicht erkennen, ob Männlein oder Weiblein.

Die Hobbyermittlerin ruft nun ihren Neffen Eike an, der bei der Polizei als Oberkommissar arbeitet und seiner Tante dringend weitere Alleingänge in Sachen Tätersuche untersagt. Was diese aber nicht abhält, die Bergung der Leiche aus sicherer Entfernung mit einem Feldstecher zu beobachten. Bei dieser doch recht verdächtigen Aktion trifft sie auf den Bückeburger Hauptkommissar Wolf Hetzer, der mit Moni und Hund Leo an der Küste Urlaub macht.

Lénard ist hier einem Anliegen der zahlreichen Leser nachgekommen, die sich gewünscht hatten, den Protagonisten aus den „Schatten“-Krimis der Autorin doch einmal mit der Miss Marple aus dem Fischerörtchen gemeinsam ermitteln zu lassen. Der erste Kontakt gestaltet sich zunächst schwierig, denn der Hauptkommissar auf Urlaub will die neugierige Oma Pusch samt Freundin gleich festnehmen.

Das ist auch ganz im Sinne von Oberkommissar Eike, dem die kriminalistischen Ermittlungen seiner Tante gar nicht recht sind. Im Telefonat mit Hetzer meint er scherzhaft: „Fesseln Sie sie, und bringen Sie meine Tante ganz weit weg auf eine einsame Insel.“ Doch mit ihrer Menschenkenntnis und guten Beobachtungsgabe wird Oma Pusch schließlich auch den Fall wieder lösen, wenn auch dieses Mal mit Unterstützung eines Kommissars aus einer kleinen ehemaligen Fürstenresidenz in Niedersachsen.

Die 368 Seiten der „FriesenLust“ braucht der Leser nicht zähneklappernd vor Angst unter der Bettdecke zu verbringen, vielmehr lässt Lénard ihre Chefermittlerin mit viel Humor und Lebenserfahrung den Fall lösen. Kernige Sprüche auf „Friesenplatt“ machen den Krimi lebendiger und authentischer.

Übrigens lüftete die Autorin während der Lesung ein kleines Geheimnis. In Bergdorf aufgewachsen, hatte sie in dem echten Kommissar Rolf Netzer einen Nachbarn, der eine Vorlage für ihre „Schatten“-Krimis wurde. Sogar eine echte Oma Pusch soll es in Bergdorf gegeben haben.




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