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Programmkino und Wunschfilmbox

Renovierung des Kurtheaters schreitet voran / Roland Foresta bleibt Vorführer

veröffentlicht am 31.05.2013 um 18:37 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 12:22 Uhr

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Bad Nenndorf. Im Kurtheater geben derzeit Handwerker eine Sondervorstellung: Die Wände, Decken, Säulen und Sparren sind bereits frisch gestrichen, der neue Teppich wird dieser Tage verlegt, und in Kürze sollen auch die Sitzreihen zurückkehren. Dann aber mit Ablage-Tischen und Getränkehaltern. Die Neueröffnung des Kinobetriebs naht in großen Schritten.

Nach exakt fünf Kino-losen Monaten müssen sich die Filmfans in der Stadt aber noch wenigstens bis Ende Juli gedulden, ehe wieder bewegte Bilder über die örtliche Leinwand huschen. So lange dauert es noch, bis der Kurtheatersaal komplett remöbliert und die Vorführanlage wieder einsatzbereit ist. Der Kostenrahmen von 30 000 Euro, den die Stadt dafür kalkuliert hatte, wird nach Worten Silke Busches, Geschäftsführerin der Kur- und Tourismusgesellschaft, noch nicht einmal ausgereizt.

Zwei Unternehmen, die dem Kino zugeneigt sind, zeichnen für die günstige Renovierung verantwortlich: Der Malerbetrieb Ertmer und das Möbelhaus Dohmeyer leisten ihre Beiträge zu stark vergünstigten Konditionen. Aus dem Rieher Möbelhaus stammen die Ablage-Tische, die sich künftig zwischen je zwei Zweiersitzen befinden werden. Busche will damit mehr Komfort schaffen, oder auch „Aufenthaltsqualität“, wie es Bürgermeisterin Gudrun Olk und die Sprecherin der CDU-Stadtratsfraktion, Cornelia Jäger, formulieren. Dass die Zahl der Sitzplätze von 268 auf 200 sinkt, sei kein Problem – das Kino sei ebenso wie die Theatervorstellungen des Kulturforums nie ausverkauft gewesen.

Das Nenndorfer Lichtspielhaus soll nach der Wiedereröffnung noch mit einem anderen Merkmal punkten: Programmkino statt „Blockbuster“. Busche, die sich für den Kinobetrieb zusätzlich schulen ließ, will nicht mehr zu aufgezwungenen Konditionen Hollywood-Streifen buchen, sondern gezielt auf themenbezogene Filme setzen. Ganze Filmnächte seien denkbar. Das von den „Kinofreunden“ angewandte Format „Filmkunst-Tage“ sei auch in der Vergangenheit erfolgreicher gewesen als die neusten US-Streifen. Ein weiterer Anlass zu dem Wandel ist die Ankündigung, dass aktuelle Hollywood-Filme künftig nur in digitaler Version auf den Markt kommen. Eine digitale Vorführanlage würde 60 000 Euro kosten. Die Stadt hat sich aber entschieden, die analoge Anlage der Kinofreunde zu übernehmen.

Grundsätzlich sollen fortan zwei Filme pro Woche laufen, und zwar dienstags und freitags um 18.30 beziehungsweise 20.15 Uhr. Der Film, der dienstags am frühen Abend gezeigt wird, ist freitags zum späteren Termin zu sehen – und umgekehrt. Die Kinofans sollen außerdem die Möglichkeit haben, ihre Lieblingsfilme per Wunschfilmbox zu proklamieren, sodass auch das Publikum Mitsprache bekommt. Die Entwicklung soll zeigen, wohin die Reise geht. Weiter mit von der Partie ist in jedem Fall Roland Foresta, der auch künftig als Filmvorführer agiert.




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