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Wettbewerb „Fahrradfreundliche Kommune“

Projekte verschwinden nicht in der Schublade

Bückeburg. Das niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr hat den Wettbewerb „Fahrradfreundliche Kommune 2015“ ausgeschrieben. Thema in diesem Jahr: „Fahrrad und Beruf“. Bückeburg wird in diesem Jahr nicht dabei sein, eine Beteiligung ist nach Angaben von Fachgebietsleiterin Bettina Remmert von der Stadtverwaltung nicht vorgesehen. 2014 hatte sich Bückeburg noch Hoffnungen auf eine gute Platzierung gemacht, landete dann aber unter „ferner liefen“.

veröffentlicht am 15.01.2015 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 21:22 Uhr

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Die Teilnahme 2014 (Thema Radtourismus) war wie berichtet politisch recht umstritten gewesen. Befürworter sahen darin ein wichtiges Signal für den Fremdenverkehr und das Stadtmarketing, Kritiker hätten die Teilnahmekosten, es war von 10 000 Euro die Rede, lieber ganz praktisch direkt in Fahrrad-Infrastruktur investiert.

Die Stadt hatte ihr Angebot für den Fahrradtourismus in einer 44-seitigen Broschüre aufgearbeitet und sich Hoffnungen auf das Erreichen der Endrunde oder gar einen Preis gemacht. Zum Einzug ins Finale reichte es nicht, die Bewertungskommission sah sich gar nicht erst vor Ort um.

14 Kommunen hatten sich an dem Wettbewerb beteiligt, der Landkreis Celle hat das Rennen gemacht und den mit 25 000 Euro dotierten Hauptpreise gewonnen. Die Jury lobte hier insbesondere vielfältige Themenrouten und schön gestaltete Rastplätze. Punkten konnte Celle auch mit seinem Programm zur Qualitätssicherung der Wegeinfrastruktur, die in dieser Form einzigartig ist. In der letzten Runde setzte sich Celle gegen den Landkreis Cuxhaven, die Stadt Aurich und die Stadt Brake durch.

Auch wenn für Bückeburg nicht der erhoffte Spitzenplatz heraussprang, steht Frau Remmert grundsätzlich zur Teilnahme und zum Wettbewerb. Die Bückeburger Unterlagen werden auch nicht in der Schublade verschwinden, sondern dienen als Grundlage für die Umsetzung weiterer Projekte. Die Fachbereichsleiterin nannte hier insbesondere die „Wesertour“. Über diese sollen die Bückeburger Tourismusrouten an das Mindener Netz und an den Weserradweg angebunden werden. Es habe bereits Abstimmungsgespräche mit den Nachbarkommunen und dem Landkreis Minden-Lübbecke gegeben. Frau Remmert zeigte sich zuversichtlich, dass dieses Projekt in diesem Jahr umgesetzt werden kann.

Eine Teilnahme am aktuellen Wettbewerb stand nicht zur Debatte. Im Bereich „Fahrrad und Beruf“ kann Bückeburg wohl (noch) nicht punkten.




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