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Seit 15 Jahren: Zwölf Frauen treffen sich in der Lesewerkstatt

r Einmal im Monat ein Buch

BÜCKEBURG. Seit 15 Jahren treffen sich engagierte Buchleserinnen einmal im Monat in der Stadtbücherei, um sich über die Eindrücke zu einem zuvor von allen gelesenen Buch auszutauschen. Zu dieser Lese-Werkstatt kommen regelmäßig etwa zwölf Frauen am ersten Montagabend im Monat zusammen. Gemeinsam hat diese Gruppe auch schon Lesungen oder ein Theaterstück besucht.

veröffentlicht am 12.07.2018 um 11:05 Uhr
aktualisiert am 19.07.2018 um 15:54 Uhr

Lesewerkstatt: In lockerer Runde wird seit 15 Jahren über Bücher diskutiert. Foto: GN

Autor:

Gabi Nachstedt
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Angefangen hatte alles am 7. Juli 2003. Da in den umliegenden Städten zu dieser Zeit viele Lesezirkel entstanden, kam von Johanna Harmening, der Geschäftsführerin des Kulturvereins, die Idee, so einen Lesekreis auch in Bückeburg zu etablieren. Zusammen mit Kathrin Bormann, der Leiterin der Stadtbücherei, startete sie einen Aufruf in den örtlichen Zeitungen. Aufgrund der großen Resonanz, es meldeten sich 30 Interessenten, wurden zunächst zwei Gruppen gebildet. Im Laufe der Jahre schmolzen die Gruppen der Leseeifrigen zu einer Lese-Werkstatt mit etwa zwölf festen Aktiven zusammen.

In der Regel schlägt eine Teilnehmerin der Gruppe ein Buch vor, das ihr besonders aufgefallen ist, oder sie bestimmen gemeinsam, sich ein Buch vorzunehmen, über das in der Öffentlichkeit momentan viel geredet wird. Vier Wochen später beim nächsten Treffen tauschen sich die Frauen über den Inhalt, eventuelle Unstimmigkeiten im Handlungsstrang oder den Schreibstil aus. Jeder kann seine eigenen Eindrücke formulieren. Und es ist interessant zu erfahren, wie unterschiedlich andere Menschen auf den gleichen Text reagieren.

Bücher, die allen gut gefallen haben, waren „Stadt aus Glas“ von Paul Auster, „Bella Germania“ von Daniel Speck oder „Altes Land“ von Dörte Hansen. Aktuell wurde angeregt über das Buch „Löwen wecken“ diskutiert. Dieser Vorschlag kam von Elke Küsel. Darin geht es um einen Neurochirurgen in Israel, der mitten in der Nacht einen illegalen Einwanderer überfährt und die daraus entstehenden Folgen. Diese Story wurde inzwischen auch verfilmt.

Ihr 15-jähriges Bestehen feierten die Teilnehmerinnen der Lese-Werkstatt mit ein paar mitgebrachten Snacks und spontan organisiertem rotem Sekt. Für ihre Zeit, die Kathrin Bormann als ständige Ansprechpartnerin immer wieder investiert, bekam sie von Angela Hagel eine himmelblaue, selbst gestaltete Schultertasche aus Stoff mit dem passenden Aufdruck „Let’s talk about books“.




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