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Antrag der Gemeinden Nordsehl, Niedernwöhren und Lauenhagen erfolgreich / Seit 2001 ein Thema

Radweg an der K 28 kommt spätestens 2013

Samtgemeinde Niedernwöhren (gus). Entlang der Kreisstraße 28 zwischen Niedernwöhren und Lüdersfeld soll bis spätestens 2013 ein Radweg gebaut werden. Das hat Bernd Hugo, Leiter des Tiefbauamtes des Landkreises Schaumburg, auf Anfrage dieser Zeitung erklärt.

veröffentlicht am 29.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 06:42 Uhr

Das Dauerthema in den betroffenen Kommunen ist auch beim Besuch der CDU-Kreistagsfraktion in der Samtgemeinde Niedernwöhren auf den Tisch gekommen. Per Rad verschafften sich die Politiker selbst einen Eindruck von der Situation an der K 28. Das Fazit: Eine gesonderte Spur für Pedalleure ist dringend nötig. Zu schmal ist die Straße für Autos und Radfahrer zusammen.

Nordsehls Bürgermeisterin, Hanna Mensching-Buhr, erinnerte daran, wie lange die Gemeinde bereits für einen Radweg an der Kreisstraße eintritt. In 2001 habe der Gemeinderat den ersten Antrag an den Landkreis geschickt. Schon damals sei es um alle drei Abschnitte zwischen Niedernwöhren, Nordsehl, Lauenhagen und Lüdersfeld gegangen.

Ein zweiter Antrag folgte, woraufhin der Landkreis dem Ansinnen Priorität einräumte. Konkretes sei aus dieser Priorität nicht entstanden. 2009 schlossen sich die Gemeinden Niedernwöhren, Nordsehl und Lauenhagen zusammen und formulierten einen gemeinsamen Antrag. Dieser hat nun dazu geführt, dass die Baumaßnahme ins Straßenausbauprogramm des Landkreises aufgenommen worden ist. Alle drei Abschnitte von Niedernwöhren bis Lüdersfeld sollen einen Radweg erhalten.

3,5 Millionen Euro kostet dies laut Plan. Zwar erhalte der Landkreis 60 bis 70 Prozent Zuschuss aus dem Entflechtungsgesetz. Dennoch bleiben voraussichtlich Kosten in siebenstelliger Höhe am Kreis hängen. Allerdings ist darin nicht nur der Radwegbau enthalten. Auch die Fahrbahn soll in Teilen verbreitert werden, so Hugo. Dieser sagte, dass der Radweg spätestens in 2013 entstehen soll. Geplant sei der Bau bereits für 2012. Allerdings räumte der Tiefbauamtsleiter auch ein, dass alles am Geld hängt. Nur wenn im Kreishaushalt die entsprechenden Mittel zur Verfügung stünden, könne gebaut werden.

Für die Gemeinde Nordsehl würde im Erfolgsfall ein echtes Ärgernis verschwinden. „Wir sagen, die K 28 ist die Nordumgehung von Stadthagen“, sagt Mensching-Buhr. Wegen der Bahnunterführungen in Stadthagen seien zudem gerade große Lastwagen, die nicht unter den Gleisen hindurchfahren können, auf den Umweg über die K 28 angewiesen.

Dabei braucht es Lastwagen gar nicht, um brenzlige Situationen für Radler an der Kreisstraße zu provozieren. Wenn zwei Autos aus entgegen gesetzen Richtungen an einem oder gar mehreren Radfahrern vorbeidrängeln müssen, wird es für diese extrem eng.

Mensching-Buhr fügt hinzu, dass es in der Samtgemeinde Niedernwöhren keine Ost-West-Verbindung für Radfahrer gibt. Der Mittellandkanal zähle hierbei als Verkehrsweg nicht, weil speziell Schülern nicht zuzumuten sei, dass sie erst zum Kanal strampeln, wenn sie beispielsweise von Nordsehl aus zur Schule fahren wollen.

Diese Situation sol sich nun entschärfen. Bald existiert eine Anbindung an die Radwegnetze östlich und westlich der Samtgemeinde – so es die Kreisfinanzen hergeben.




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