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„Taufen“ beim Feuerwehr-Zeltlager und Besuch vom „Seppl“

Rasierschaum oder Schuhcreme?

Lauenhagen (gus). Beim „Schaumburger Abend“ haben Hunderte Gäste das Jugendfeuerwehr-Zeltlager in Lauenhagen inspiziert. Die Gesprächsthemen waren dabei höchst unterschiedlich.

veröffentlicht am 30.07.2010 um 00:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 06:42 Uhr

Für die älteren Brandschützer stellte sich die Frage: War früher wirklich alles besser? Denn die Eltern und Geschwister der zeltenden Jugendlichen konnten am Mittwochabend einen genauen Blick in die Zelte werfen. Ob die eine oder andere Mama den eigenen Nachwuchs zur Ordnung rufen musste? Niedernwöhrens stellvertretender Gemeindebrandmeister, Stefan Ahrens, winkte ab. „Früher waren die Zeltlager härter“, meinte er.

Allerdings gab Gemeindebrandmeister Dieter Kappmeier zu, dass die Zeltlagertaufe heute unter verschärften Bedingungen abläuft. „Wir haben damals Wasser genommen“, erinnerte sich Kappmeier. Heute kommen beim „Taufen“ derjenigen, die erstmals bei einem Feuerwehrzeltlager mitmachen, allerlei Hygieneartikel wie Shampoo, Duschgel und Rasierschaum ins Spiel. Riepens Jugendfeuerwehrwart, Sebastian Brewes, sprach für die Generation dazwischen: „Wir haben Schuhcreme genommen.“ Andere Zeiten, andere Sitten.

Ganz andere Themen sorgten bei der Pollhäger Jugendfeuerwehr für Gesprächsstoff. Beispielsweise, dass Ehrengast „Seppl“ eine Krone mit der Aufschrift „25“ auf dem Kopf trug. Der Grund: „Seppl“ feiert in diesem Jahr 25-jähriges Konfirmationsjubiläum. Warum dies dem Rodenberger die Krone aufsetzte, blieb sein Geheimnis. Auch die Herkunft des Spitznamens „Seppl“ konnte nicht näher erörtert werden.

Im Festzelt sorgte derweil die Lauenhäger Dorfkapelle für Stimmung. „Das hört man doch“, konterte ein Zuhörer die Frage, ob es sich tatsächlich um die berühmte Combo aus dem Gastgeber-Ort handelte. Von etwas weiter weg kam das Thekenpersonal. Die Feuerwehr Niedernwöhren bediente die Gäste an der Theke und an der Bratwurstbude. Zehn Kameraden waren dabei im Einsatz.

Eine Attraktion der besonderen Art war in der hintersten Zeltreihe des Lagers zu bestaunen. Die Jugendfeuerwehr aus Bierde bei Petershagen hatte die Reise aus Nordrhein-Westfalen nach Niedersachsen, respektive in den Landkreis Schaumburg, unternommen, um mit befreundeten Wehren zu zelten. Wie schön das Schaumburger Land ist, belegte die Tatsache, dass die Feuerwehr aus dem Nachbarbundesland – abgesehen vielleicht von den Hausherren aus Lauenhagen – die meisten Besucher auf dem Zeltplatz versammelt hatte.




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